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HSC Coburg

Zu Gast im Existenzkampf

Zum Abschluss des Jahres muss der HSC 2000 zwei Mal in der Fremde ran. Am Sonntag reist der Tabellenerste nach Dessau-Roßlau, drei Tage später geht es dann nach Dresden.



Die Coburger Zweitliga-Handballer feiern ihren Erfolg über TuS N-Lübbecke. Rund um Heiligabend warten auf sie vor der Winterpause nun noch zwei Partien gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller.	Foto: Henning Rosenbusch
Die Coburger Zweitliga-Handballer feiern ihren Erfolg über TuS N-Lübbecke. Rund um Heiligabend warten auf sie vor der Winterpause nun noch zwei Partien gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg/Dessau-Roßlau/Dresden - Öffentliches Lob ist das Ding von Jan Gorr nicht. Vielleicht hängt es ja also damit zusammen, dass das Fest der Liebe bevorsteht, wenn der 40 Jahre alte Trainer des HSC 2000 Coburg am Mittwoch über die jüngsten Auftritte seiner Mannschaft sagt: "Das hat durchaus Lob verdient." Möglicherweise aber ist Gorr auch wirklich einfach nur extrem zufrieden mit der Ausbeute seines Teams aus der Serie an Top-Spielen, die Tobias Varvne und Co. in den zurückliegenden Wochen zu absolvieren hatten.

Er hätte allen Grund dazu: Denn auf die Niederlage in Balingen folgten Erfolge gegen Ferndorf, Hamm und Lübbecke. Und das trotz einiger verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle. "In so einer Reihe von Spielen gibt man ganz schnell mal viel Boden her", begründet Gorr seine warmen Worte. "Meine Mannschaft hat das aber nicht zugelassen, sondern daran geglaubt, diese Aufgabe positiv lösen zu können." Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde und zwei Spieltage vor Beginn der Winterpause führt der HSC (29:7) damit weiter die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga an, punktgleich mit dem HBW Balingen-Weilstetten.

Allerdings, so Gorr weiter, solle man nun bloß nicht glauben, dass nach dem 36:33 gegen TuS N-Lübbecke vom Samstag irgendetwas vorbei ist: "Es fehlen noch zwei Spiele, die auf ihre Art vielleicht sogar noch anspruchsvoller sind als die zurückliegenden vier Begegnungen." Der HSC beendet das Jahr 2018 mit zwei Auswärtspartien gegen Teams aus dem Tabellenkeller: Der Begegnung am Sonntag um 17 Uhr beim Dessau-Roßlauer HV folgt am zweiten Weihnachtsfeiertag ebenfalls um 17 Uhr das Spiel beim HC Elbflorenz in Dresden.

"Weihnachten angesichts dessen in den Mittelpunkt zu stellen ist natürlich total schwierig und das ist total schade", klagt Coburgs Trainer mit Blick auf die Auswärtsfahrten - ganz ohne dabei wehleidig zu klingen. "Aber der Auftrag ist da. Wir sind eine Profimannschaft und müssen schauen, dass uns der Spagat gelingt." Bereits am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertags erwartet Gorr seine Spieler zurück zum Videostudium und Abschlusstraining.

Dessau-Roßlau (13:23) als auch Dresden (12:24) rangieren in der Tabelle vor dem abschließenden Spieltag der Vorrunde auf einem Abstiegsplatz. Auf den HSC warten entsprechend Partien von einem ganz anderen Charakter, als es die vergangenen vier waren. "Und es wäre vermessen, zu sagen, dass diese Spiele für uns Formsache sind. Das sind sie definitiv nicht", sagt der aus Mittelhessen stammende Coach des HSC unmissverständlich. "Diese Mannschaften werden alles, was machbar ist, versuchen, um sich Punkte für ihren Existenzkampf zu sichern. Dazu kommt, dass bei Partien um die Weihnachtszeit immer viel los ist, auf uns wird also eine ganze Menge an Emotion zukommen." Etwaige Zähler aus Begegnungen wie den beiden anstehenden bezeichnet Gorr zudem als "für das Endklassement sehr wichtig."

Wenngleich sowohl Dessau-Roßlau als auch Dresden derzeit mitten im Abstiegskampf stecken, so Coburgs Übungsleiter weiter, treffe der HSC um Heiligabend herum auf zwei doch recht unterschiedliche Klubs: Der HV komme über seine physische und robuste Art, beim HC erhoffe man sich da doch mehr über die vor der Saison eingekaufte individuelle Qualität. "Sicherlich hatte man in Dresden eine andere Vorstellung davon, wie die Runde hätte laufen sollen." In Coburg hingegen hätte man sich den Verlauf der bisherigen Saison wohl kaum besser ausmalen können. Sollten nun noch zwei weitere Siege folgen - Jan Gorr könnte tatsächlich versucht sein, seine Spieler schon wieder in aller Öffentlichkeit ein Lob auszusprechen.

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Felix Sproß, Max Jaeger, Marcel Timm, Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Christoph Neuhold, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Lukas Wucherpfennig. - Es fehlen: Sebastian Weber, Florian Billek.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
20. 12. 2018
16:26 Uhr

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David Büttner

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20. 12. 2018
16:26 Uhr



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