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Das Warten hat ein Ende

Die Weltmeisterschaft ist vorüber, die 2. Handball- Bundesliga läuft wieder an. Der HSC 2000 hat zum Auftakt nach der Pause ein Sorgenkind zu Gast.



Blick in die Arena: Jan Gorr (Bildmitte) und sein Team treffen am Sonntag auf den HC Rhein Vikings. Foto: Rosenbusch
Blick in die Arena: Jan Gorr (Bildmitte) und sein Team treffen am Sonntag auf den HC Rhein Vikings. Foto: Rosenbusch  

Coburg - Es ist schlecht bestellt um den Klub. Finanziell steht der Verein wohl vor einem Scherbenhaufen. Sportlich wankt er dazu gewaltig in der 2. Handball-Bundesliga.

Sämtliche Anhänger des HSC 2000, die sich nun wundern, welches Erdbeben rund um ihren Klub in der WM-Pause sie verpasst haben, können sich wieder entspannen. Die Rede ist nicht von Coburgs Handballern, sondern dem Auftaktgegner des HSC im Jahr 2019: den HC Rhein Vikings, dem mit derzeit 5:35 Punkten abgeschlagenen Tabellenletzten. Der Rückstand der Nordrhein-Westfalen auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon zehn Zähler. Zum Vergleich: Der Tabellenzweite aus Coburg (31:9) hat vor dem anstehenden 21. Spieltag drei Punkte Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz.

Wartet auf Florian Billek und Co. also eine Pflichtaufgabe am späten Sonntagnachmittag um 17 Uhr, oben auf der Lauterer Höhe? "Sicher nicht", antwortet Jan Gorr am Donnerstag vor dem ersten Pflichtspiel des HSC im neuen Kalenderjahr. "Aber natürlich werden wir alles daran setzen, mit einem Erfolg aus der Pause zu starten."

Gorr ist für sein Unterstatement bekannt. Der 40-Jährige führt dann aber zwei konkrete Gründe für seine Zurückhaltung an. Zum einen das Fehlen eines echten Härtetests während der Vorbereitung, Erstligist Göppingen hatte ein geplantes Aufeinandertreffen wegen zahlreicher Verletzungen und Krankheitsfälle abgesagt. Zum anderen der langfristige Ausfall von Rückraum-Shooter Christoph Neuhold (Bandscheiben- OP). Mit der dadurch nötig gewordenen Nachverpflichtung von Patrick Weber aus Bietigheim habe man "irgendwo wieder neu anfangen müssen", wie Gorr erläutert.

Der 26 Jahre alte Rückraumspieler, ausgestattet mit einem Kontrakt bis Saisonende, darf am Sonntag bereits auf größere Spielanteile hoffen, bestätigt sein neuer Coach: "Er kann noch nicht vollends integriert sein, darauf können wir aber keine große Rücksicht nehmen." Heldentaten sollte man von dem Zwei-Meter-Mann jedoch nicht sofort erwarten.

Scheinbar weniger Bedeutung mit Blick auf den Sonntag misst Coburgs Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion dem Hinspiel in Düsseldorf zu. Ende August rettete Anton Prakapenia dem HSC dort gerade noch so einen Punkt beim 25:25-Remis. Der Gegner sei damals noch in einer anderen Situation gewesen, sagt Gorr. Es folgten finanzielle Probleme, Unruhe im Verein. Die Rhein Vikings schlitterten in ihre jetzige Situation. Infolgedessen verließen mit Srdjan Predagovic und Vladimir Bozic in der Winterpause nun auch schon zwei Spieler den Verein.

Qualität macht der HSC-Übungsleiter im Kader der Nordrhein-Westfalen dennoch aus. Gerade in persona von Philipp Pöter (Rückraum Mitte) und Alexander Oelze (Rückraum rechts). Darüber hinaus erwartet Gorr, dass der wegen der finanziellen Probleme zwangsweise verjüngte HC seine Mannschaft vor die eine oder andere unorthodoxe Aufgabe stellen dürfte. Etwa in Form offensiver Abwehrvarianten.

Das Gegenrezept des 40-Jährigen, der den Einsatz von Kapitän Sebastian Weber weder bestätigen noch dementieren will, klingt simpel, spricht aber für das Selbstverständnis des klaren Favoriten, Understatement hin oder her: "Der große Schlüssel ist, auf uns zu gucken."

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel - Felix Sproß, Max Jaeger, Marcel Timm, Sebastian Weber (?), Markus Hagelin, Anton Prakapenia, Patrick Weber, Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Jakob Knauer, Florian Billek, Lukas Wucherpfennig. - Es fehlen: Christoph Neuhold, Petr Linhart.

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David Büttner

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Veröffentlicht am:
07. 02. 2019
16:34 Uhr

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David Büttner

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07. 02. 2019
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