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Regionalsport

Eltmanner fahren die Ernte ein

Die Heitec Volleys feiern in Freiburg einen 3:1-Sieg und den Titelgewinn in der 2. Bundesliga. Bereits in dieser Woche beginnen erste Gespräche mit Blick auf Neuverpflichtungen.



Die obligatorische Sektdusche: Eltmanns Volleyballer bejubeln den Erstliga-Aufstieg.	Foto Werner Haala
Die obligatorische Sektdusche: Eltmanns Volleyballer bejubeln den Erstliga-Aufstieg. Foto Werner Haala  

Freiburg/Eltmann - Jetzt ist es amtlich und ganz offiziell: Die Heitec Volleys des VC Eltmann gewinnen in der zweiten Liga Süd die Meisterschaft und werden wahrscheinlich in die erste Bundesliga aufsteigen. Es ist der zweite Titel innerhalb von drei Jahren. Nach dem hart umkämpften 3:1-Triumph (17:25, 25:14, 25:21, 25:20) bei der Freiburger Turnerschaft vor über 1000 Zuschauern durfte Kapitän Sebastian "Basti" Richter den Meisterpokal von Frido Gutknecht, dem Marketing-Manager der Volleyball-Bundesliga, in Empfang nehmen.

Alle Spieler und Offiziellen erhielten außerdem Blümchen und die obligatorischen Goldmedaillen. Am Sonntagnachmittag trug sich die Meisterschaft bei einem Empfang der Stadt im Beisein von Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler ins goldene Buch der Stadt ein.

Bereits am Samstag feierten die Heitec Volleys in ihren extra angefertigten Meister-T-Shirts den Titel im Hexenkessel Burda-Halle frenetisch und enthusiastisch mit hoch emotionalen Jubelstürmen sowie prickelnden Sekt- und Bierduschen. Anschließend folgte ein Party-Marathon in verschiedenen Clubs und Diskotheken in der Freiburger Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden. David Strobel, als ehemaliger Freiburg Spieler bestens vertraut mit den angesagten Locations, gestand: "Eigentlich hätten wir kein Hotel buchen müssen. Denn ein Bett brauchte in dieser magischen Nacht niemand."

Mittendrin im Feier-Trubel ging auch bei Cheftrainer Marco Donat die Post ab. Total aufgelöst und mit jeder Menge Adrenalin in den Adern gestand er nach der stressigen Punkterunde: "Ich bin überglücklich. Vor der Saison haben wir uns weit aus dem Fenster gelehnt, als wir klar gesagt haben, dass wir Meister werden und ins Volleyball-Oberhaus aufsteigen wollen. Dieses gewagte Statement haben wir nervenstark bestätigt. Ich bin deshalb mega-stolz auf alle Spieler, die komplett an einem Strang gezogen haben und an das Umfeld, das uns fantastisch unterstützte. Wie in einem Hollywood-Blockbuster haben wir eine perfekte Performance gezeigt, schwach angefangen und ultra-stark aufgehört."

Selbstkritisch gibt Marco Donat, für den die Meisterschaft ein bedeutender Höhepunkt seiner jungen Trainerkarriere ist, zu: "Wir waren nicht die Übermannschaft. Wir mussten uns jeden Sieg hart erarbeiten. Jeder wollte gegen uns gewinnen. Aber wir behielten immer die Ruhe, haben uns in allen Bereichen gesteigert und je länger die Saison dauerte, desto besser wurde die Mentalität meiner Spieler."

Doch das ist im Grunde schon wieder Schnee von gestern. Denn bereits am Montag beginnt für den Erfolgscoach die knüppelharte Vorbereitung auf die erste Liga. Noch in dieser Woche kommen verschiedene Kandidaten zum Probetraining. Parallel dazu laufen die Verhandlungen mit Neuverpflichtungen.

Auch für Manager Rolf Werner, der im Hintergrund die Fäden für die Meisterschaft und den Aufstieg zog, war die feierliche Pokalübergabe überwältigend: "Wir wussten zwar, dass uns der Titel nicht mehr zunehmen war. Aber wenn man das Ding dann in den Händen hält, bekommt man am ganzen Körper Gänsehaut. Einfach ergreifend und erleichternd, wenn die ganze Last von den Schultern fällt. Ich habe über die komplette Saison mit unserem Team mitgefiebert und gelitten. Aber es ist schließlich ein fantastisches Gefühl und eine besondere Genugtuung, wenn alle selbst gesteckten Ziele in Erfüllung gehen." Gefreut hat sich der Architekt der Eltmanner Erfolgsgeschichte über das faire Verhalten des Freiburger Publikums bei der Siegerehrung: "Für die Fans war das nicht einfach, uns zuzujubeln während ihr Team in die dritte Liga abgestiegen ist. Deswegen ein dickes Kompliment an die Badener, die mir ehrlich leid tun mit diesen außergewöhnlichen Zuschauern. Ein großer Verlust für die zweite Liga."

Die unglaubliche Atmosphäre in der Burda-Halle erlebte vor allem im ersten Satz einen sensationellen Höhepunkt. Von ihren lautstarken Anhängern nach vorne gepeitscht, fegten die wie entfesselt spielenden Freiburger die bereits als Titelgewinner feststehenden Gäste vom Parkett. Über 8:14, 11:17 und 14:21 gingen die wie paralysiert wirkenden Eltmänner regelrecht unter. Doch der frischgebackene Meister ließ die Schmach nicht auf sich sitzen, demonstrierte seine Comeback-Qualitäten und fightete gnadenlos zurück.

Im zweiten Durchgang machten die Heitec Volleys über 8:2, 12:6 und 18:9 schnell den Sack zu. Etwas ausgeglichener verlief der dritten Satz. Bis zum 7:8 konnten die Gastgeber mithalten, kamen noch einmal auf 19:21 heran, mussten schließlich aber die Überlegenheit der Eltmanner anerkennen. Im vierten Satz legten die Unterfranken schnell mit 8:3 und 11:4 vor, ließen aber bis zum 15:14 ein wenig die Zügel schleifen. Danach schalten sie wieder einen Gang hoch und fuhren souverän die Ernte ein.

Heitec Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, Strobel; Trainer Marco Donat, Co-Trainer Marco Knauer.

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Werner Haala
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Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
15:44 Uhr

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Werner Haala

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14. 04. 2019
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