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Friesen erteilt Coburg eine Lehrstunde

Die Landesliga-Truppe von Trainer Armin Eck fertigt den FCC auswärts klar ab. Für die Gastgeber ist es die schon dritte Niederlage in Serie.



Bild mit Symbolkraft: Ein Friesener Akteur stoppt Coburgs Ricardo König (rechts).	Foto: Hartmut Guhling
Bild mit Symbolkraft: Ein Friesener Akteur stoppt Coburgs Ricardo König (rechts). Foto: Hartmut Guhling  

Coburg/Friesen - Durch eine auch in dieser Höhe verdiente 0:4-(0:3)-Pleite im Derby gegen den SV Friesen hat der FC Coburg in der Fußball-Landesliga Nordwest seine dritte Niederlage hintereinander kassiert. Wohl gemerkt, ohne dabei einen einzigen Treffer zu erzielen. Wie schon in der Vorwoche beim 0:1 in Euerbach/Kützberg ließen die Schützlinge von Trainer Lars Scheler jegliches Selbstvertrauen vermissen, wirkten in der Vorwärtsbewegung über weite Strecken planlos und hatten in der zweiten Halbzeit keine einzige erfolgversprechende Torchance.

Der SV Friesen dagegen setzte durch eine engagierte Spielweise sowie die bessere Körpersprache seinen Höhenflug fort und untermauerte seine Position in der oberen Tabellenhälfte. Zum wiederholten Male zeigte sich, dass die Truppe von Ex-Profi Armin Eck in dieser Saison durch einen breiten Kader auch Ausfälle zu kompensieren vermag. Auf dem Kunstrasen in der Coburger Wiesenstraße tüteten die Frankenwälder ihren bereits vierten Auswärtssieg ein.

Beängstigende Züge

Anders die Gastgeber, deren Abwärtstrend langsam beängstigende Züge annimmt. Nur über großen Kampf und einen detaillierten Matchplan dürfte es für die Coburger möglich sein, in den kommenden Begegnungen gegen Teams aus der Spitzengruppe ein Abrutschen auf einen der beiden direkten Abstiegsplätze zu verhindern. "Die ganze Misere ist eine reine Kopfsache", lautet der Tenor unter den Fans der Vestestädter.

Bereits nach zweieinhalb Minuten nahm der Leidensweg des FCC seinen Lauf. Nach einer gelungenen Ballstafette der Gäste, an der auch der Ex-Coburger Lukas Mosert maßgeblich Anteil hatte, landete das Leder im Lauf des trickreichen Youngsters Nico do Aldro. Dieser, nur unzureichend von seinem Gegenspieler Maximilian Weinreich attackiert, fackelte nicht lange und vollendete mit einem gefühlvollen Schlenzer ins lange Eck zum 0:1. Daran hatten die Hausherren mental sichtlich zu knabbern.

Eine dicke Chance zum Ausgleich ergab sich dennoch. Als Fabian Carl von der rechten Außenbahn in den Strafraum eindrang, wurde seine Hereingabe nicht aus der Gefahrenzone gebracht. Beim folgenden Nachschuss fand Rene Knie aber in Keeper Tobias Bauerschmidt seinen Meister. Jäh unterbrochen wurde der Konsolidierungsversuch der Coburger durch Nils Firnschild (13.), der wiederum nach einem schnell vorgetragenen Angriff unhaltbar zum 0:2 abschloss. Jetzt hatten die Gäste das Geschehen im Griff. Sie überbrückten das Mittelfeld häufig mit langen Bällen und wirkten in vorderster Front wesentlich ballsicherer. FCC-Keeper Oleksandr Churilov verhinderte mehrmals weitere Einschläge.

Baier in den Winkel

Als der souveräne Friesener Abwehrchef Andreas Baier (27.) dann einen Freistoß mit einem Kunstschuss über die Mauer zum 0:3 in den Winkel zimmerte, schien die Messe gelesen. Coburg gab sich nicht auf, verzettelte sich aber in Einzelaktionen und hatte meist nicht den richtigen Blick für Anspiele in die Tiefe. In der 38. Minute trotzdem die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als Carl nach einem gelungenen Steilpass auf Bauerschmidt zusteuerte. Sein Heber verfehlte das Ziel aber haarscharf.

Der Pausenappell von Armin Eck an seine Jungs, trotz des scheinbar ungefährdeten Vorsprungs das Level hochzuhalten, fruchtete. Nach einer präzisen Kombination über mehrere Stationen wurde Torjäger Rico Nassel (57.) mustergültig an der Strafraumgrenze bedient. Sein ansatzloser Flachschuss ins rechte Eck zum 0:4 sorgte für die endgültige Entscheidung. Als wenig später der Coburger Abwehrspieler Yannick Teuchert wegen wiederholtem Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah, setzte der SVF in Überzahl seine Lehrstunde fort und brauchte nicht mehr ans Limit zu gehen.

Heimtrainer Lars Scheler zeigte sich nach Spielende enttäuscht über den Ausgang des Derbys, redete aber nicht alles schlecht: "Man hat gesehen, dass wir gefällig kicken können. Durch schlechtes Zweikampfverhalten sind wir frühzeitig in Rückstand geraten. Kleine Dinge wurden bestraft. Im ersten Durchgang hatten wir durchaus Chancen. Ohne unsere verletzten Leistungsträger Sertan Sener und Tevin McCullough fehlt es unserer Offensive jedoch an Durchschlagskraft. Friesen erwies sich im Abschluss als effektiv." Sein Gegenüber Armin Eck meinte: "Auf Kunstrasen kannst du dich auch wenn du einen Vorsprung herausgeschossen hast, nie sicher fühlen. Unser Gegner hat vor der Pause einige Male schlampig abgeschlossen. Danach hatten wir von außen ein gutes Gefühl. Wir standen hinten sicher, haben den Ball gut laufen lassen und eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert."

Statistik

FC Coburg: Oleksandr Churilov - Maximilian Weinreich (83 Adrian Guhling), Daniel Kimmel, Daniel Alles, Yannick Teuchert, Gökhan Sener, Jonathan Baur (83. Marlon Schad), Rene Knie, Davide Dilauro, Fabian Carl, Ricardo König (73. Eric Heinze).

SV Friesen : Tobias Bauerschmidt - Maximilian Graf, Andreas Baier, Alexander Kunz (88. Manuel Rödel), Michael Söllner, Hannes Nützel, Nikolai Altwasser (82. Jonathan Müller), Nils Firnschild, Lukas Mosert, Rico Nassel, Nico do Aldro (75. Felix Müller).

Schiedsrichter: Simon Dimmerling (Wilhermsdorf/Mittelfranken).

Zuschauer: 250.

Tore: 0:1 Nico do Aldro (3.), 0:2 Nils Firnschild (13.), 0:3 Andreas Baier (27.), 0:4 Rico Nassel (57.).

Gelbe Karten: Fabian Carl, Yannick Teuchert, Daniel Kimmel, Jonathan Baur/Andreas Baier.

Gelb-Rote Karte: Yannick Teuchert (59.). Hans Haberzettl

FC Coburg -

SV Friesen

 

0:4

 

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Veröffentlicht am:
29. 09. 2019
15:42 Uhr

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29. 09. 2019
15:42 Uhr



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