Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Regionalsport

HSC 2000 zeigt sich erleichtert

Der Handball-Bundesligist rechnet mit rund 1000 Zuschauern, die im ersten Heimspiel in der HUK-Arena dabei sein können. Dauerkartenbesitzer und Sponsoren haben Vorrang.



Der HSC stellt am Freitag sein fast 100-seitiges Hygienekonzept für die HUK-Arena vor.	Foto: Frank Wunderatsch
Der HSC stellt am Freitag sein fast 100-seitiges Hygienekonzept für die HUK-Arena vor. Foto: Frank Wunderatsch  

Coburg - Nachdem sich die Chefs der Staatskanzleien in ihrer Austauschrunde am Dienstag auf eine bundeseinheitliche Lösung für einen Probebetrieb mit Zuschauern im Profisport geeinigt haben, zeigen sich die Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten HSC 2000 Coburg erleichtert. Beschlossen wurde eine sechswöchige Testphase, die zu Beginn eine Kapazität von 1000 Zuschauern beziehungsweise 20 Prozent der größtmöglichen Auslastung bedeutet. Die örtlichen Behörden können je nach vorhandener Infrastruktur der Sportstätte allerdings auch von der Vorgabe abweichen und eine größere Zahl an Zuschauern zulassen.

"Für uns würde das bedeuten, dass wir zu unserem ersten Bundesliga-Heimspiel zumindest rund 1000 Zuschauer begrüßen dürfen", wird der Geschäftsführer des HSC 2000 Coburg, Jan Gorr, in einer Pressemitteilung des Vereins vom Mittwoch zitiert. In ihrem fast 100-seitigen Hygienekonzept hatten die Coburger in der HUK-Arena mit 1250 Zuschauern für die Startkonfiguration geplant. "Unter dem Aspekt, dass wir in der vergangenen Woche noch damit rechnen mussten, komplett ohne Zuschauer zu starten, ist der neue Beschluss natürlich sehr positiv zu sehen und ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch hoffen wir natürlich darauf, dass unserer Konzeption in vollem Umfang entsprochen wird."

Die bisherigen Gespräche mit den lokalen Behörden seien sehr kooperativ verlaufen, sodass die Coburger Verantwortlichen nun auf grünes Licht auch von Seiten der Stadt Coburg warten. Bisher habe den Behörden laut Presseverlautbarung die Freigabe der Landesregierung gefehlt, um individuelle Lösungen vor Ort zu ermöglichen. Diese Voraussetzung seien nun gegeben. "Wir werden die Konzepte wie zugesagt umsetzen und somit bestmöglich den so wichtigen Gesundheitsschutz beachten. Wir sind hochmotiviert zu zeigen, dass ein Bundesliga-Handballerlebnis für die Zuschauer auch in dieser Phase sicher möglich ist.", sagt Gorr.

Durch die im Vergleich zum Normalbetrieb immer noch deutlich begrenzte Kapazität werden Sponsoren und Dauerkarteninhaber für den Probebetrieb im Oktober den Vorzug bekommen. "Unsere Partner haben uns nicht zuletzt in der Corona-Krise hervorragend unterstützt. Ohne unsere Sponsoren wäre Handball auf Bundesliga-Niveau definitiv nicht möglich. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir diese bei einer begrenzten Auslastung zuerst bedienen", erklärt Jan Gorr. Gleiches gelte für die Dauerkarteninhaber: "Es war für uns wahnsinnig wichtig, dass viele unserer treuen Dauerkartenbesitzer von Rückerstattungen abgesehen haben. Deswegen werden wir die freien Kapazitäten auch zuerst an unsere Stammkunden vergeben. Wir arbeiten momentan noch an einer fairen Lösung für alle Beteiligten, sodass die Dauerkartenbesitzer, die beim ersten Heimspiel nicht berücksichtigt werden konnten, dafür im zweiten Spiel dabei sind." Einen freien Verkauf an der Abendkasse werde es deshalb noch nicht geben.

"Als wir gestern von der Entscheidung erfahren haben, sind uns einige Steine vom Herzen gefallen", sagte HSC-Trainer Alois Mráz in einer ersten Stellungnahme. Für die Spieler seien die Fans sehr wichtig, auch wenn es am Anfang noch keine volle Halle geben wird. "Wir verstehen, warum die Maßnahmen nötig sind und unterstützen sie komplett. Dennoch ist es ein gutes Gefühl, endlich vor unseren treuen Sponsoren und Fans spielen zu können. Und so wie ich Coburg kenne, werden wir auch mit einer reduzierten Zuschauerzahl eine tolle Stimmung erleben", sagt der Coach.

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
16. 09. 2020
15:24 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alois Mráz HSC 2000 Coburg Handball Jan Gorr Staatskanzleien Stadt Coburg Öffentliche Behörden
Coburg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Top-Handball vor leeren Rängen: Erstliga-Aufsteiger HSC 2000 Coburg (hier Neuzugang Pouya Norouzi Nezhad am Ball) musste sein Testspiel gegen Liga-Konkurrent Erlangen ohne Zuschauer austragen.	Foto: Iris Bilek

11.09.2020

HSC und BBC wenden sich an Regierung

Spiele ohne Zuschauer bringen die Coburger Profi-Klubs an ihre finanziellen Grenzen. Sie hoffen auf schnelle Genehmigung ihrer Hygiene-Konzepte und Lockerungen der strengen Corona-Auflagen. » mehr

Wundenlecken nach der 31:34-Finalniederlage bei der Handball-WM 2003 gegen Kroatien: die deutschen Nationalspieler (von links) Steffen Weber, Florian Weber, Christian Rose und Markus Baur. Foto: Tobias Heyer/dpa

27.06.2020

Ein Franke in Ostfriesland

Christian Rose wohnt und arbeitet seit neun Jahren in Aurich. Der beste Coburger Handballer aller Zeiten verfolgt die Entwicklung beim HSC mit großer Freude und verteilt Lob. » mehr

Gespräch unter alten Kollegen: Florian Billek (rechts) vom HSC 2000 und der Ex-Coburger Maximilian Jaeger, nun in Diensten des HC Erlangen.	Foto: Iris Bilek

10.09.2020

Knappe Niederlage für den HSC 2000

Die Coburger Handballer müssen sich in einem Testspiel dem HC Erlangen geschlagen geben. Am Ende heißt es 30:31. » mehr

Bei den Fans des HSC 2000 noch in bester Erinnerung: Florian Lendner als Führungsspieler der Zweitliga-Mannschaft, hier im September 2009 gegen Erlangen am Ball.	Foto: Blischke

15.04.2020

Kapitän der "Helden von 2007"

Florian Lendner zieht heute andere Sportarten dem Handball vor. Der ehemalige Linksaußen des HSC 2000 Coburg hofft jedoch auf den Wiederaufstieg seines Ex-Klubs in die erste Liga. » mehr

Kooperation zweier Ex-Eisenacher im lettischen Nationalteam: Girts Lilienfelds (vorne) sperrt im EM-Spiel gegen Holland den Weg für seinen Kollegen Aivis Jurdzs (am Ball) frei. Fotos: Laurent Theophile/imago images / Henning Rosenbusch

15.01.2020

Die erste und letzte Europameisterschaft

Girts Lilienfelds steht im Alter von 37 Jahren noch einmal für Lettland auf der Platte. Für den Coburger Rückraumspieler sind seine Minuten und sein Tor gegen Holland emotionale Momente. » mehr

Ein Japaner aus Coburg in Hüttenberg: Ryuga Fujita wurde vom HSC 2000 aus Leipzig geholt und nach Mittelhessen ausgeliehen.	Foto: Marc Thürmer

29.07.2020

HSC 2000 leiht Ryuga Fujita aus

Die Neuverpflichtung aus Leipzig soll sich beim TV Hüttenberg weiterentwickeln. Coburgs Geschäftsführer Jan Gorr sieht im 21-jährigen Japaner einen Perspektivspieler auf der Rechtsaußenposition. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Parking Day in Coburg

Parking Day in Coburg | 18.09.2020 Coburg
» 23 Bilder ansehen

Schaeffler Aktionstag in Eltmann Eltmann

Schaeffler Aktionstag in Eltmann | 16.09.2020 Eltmann
» 7 Bilder ansehen

WG: Totschlags-Prozess Coburg

Gerichtsprozess in Coburg | 14.09.2020 Coburg
» 16 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
16. 09. 2020
15:24 Uhr



^