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Hält die HSC-Reserve dem Druck stand?

Die Drittliga-Handballer empfangen am Sonntag in einem Abstiegsduell die SG Bruchköbel. Gegen den Tabellenletzten wollen die Coburger unbedingt zwei Punkte einfahren.



Einsatz fraglich: Der Coburger Max Preller (am Ball, hier in einer Partie der HSC-A-Jugend) knickte im vergangenen Spiel der Nachwuchs-Mannschaft um. Ob er am Sonntag im Kader der Männer-Reserve stehen kann, ist derzeit noch offen.	Foto: NP-Archiv/Erich Bilek (1)/HSC (1)
Einsatz fraglich: Der Coburger Max Preller (am Ball, hier in einer Partie der HSC-A-Jugend) knickte im vergangenen Spiel der Nachwuchs-Mannschaft um. Ob er am Sonntag im Kader der Männer-Reserve stehen kann, ist derzeit noch offen. Foto: NP-Archiv/Erich Bilek (1)/HSC (1)  

Coburg - So nah dran und doch noch verloren. Jene Sport-Floskel wurde für die Handballer des HSC 2000 Coburg II am vergangenen Wochenende Realität. Im Abstiegs-Krimi der 3. Handball-Liga Ost gegen die SG Leipzig II lag das Team des Trainerduos Ronny Göhl/Till Riehn bereits mit sechs Toren zurück, ehe die Vestestädter zur Aufholjagd ansetzten. "Es war eine sehr gute Abwehrleistung mit einem sehr guten Tim Titze im Tor", sagt Göhl und meint vor allem die letzten 20 Spielminuten. In der Schlussphase kassierte der HSC lediglich fünf Gegentreffer und schaffte sogar noch den Ausgleich. Letztlich mussten sich die Vestestädter damit abfinden, eine gute Leistung auf die Platte gebracht zu haben, aber dennoch mit leeren Händen dazustehen. "Es schmerzt noch. Schließlich war es ein enorm wichtiges Spiel", betont Übungsleiter Göhl vier Tage nach dem 21:22.

Durch diese Niederlage konnten die Sachsen (14. Platz) nach Pluspunkten mit dem HSC gleichziehen (11). Die "Gelb-Schwarzen" haben jedoch eine Partie weniger absolviert und stehen aktuell auf Rang 13. Die letzten drei Teams des 16er-Feldes steigen ab. Für zu langes Grübeln ist im Coburger Lager indessen keine Zeit. Bereits am Sonntag reist das Tabellenschlusslicht aus Bruchköbel in die HUK-Arena. "Wir haben die Leipzig-Partie ausgewertet. Unser Blick richtet sich nach vorne", erklärt der 37-Jährige. Anwurf der Partie ist um 16 Uhr. Dann soll es aus Sicht von Ronny Göhl mit dem zweiten Sieg im Jahr 2019 klappen. "Im letzten Spiel waren wir vielleicht zu sehr unter Druck und haben uns hinten raus nicht belohnen können", fasst der Coach zusammen.

Jenen Druck werde das Team der Vestestädter auch am Sonntag wieder haben. Einen Unterschied im Vergleich zur vergangenen Begegnung soll es dennoch geben: die Punkteausbeute. "Wir müssen sie holen", bringt es der Trainer auf den Punkt. Dass die Mannschaft eine positive Entwicklung durchmacht, steht für Ronny Göhl fest. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Wenn ich sehe, wie wir in den letzten zwei Spielen aufgetreten sind, werden deutliche Fortschritte im Vergleich zu den letzten Spielen 2018 sichtbar", sagt er und nennt unter anderem die "größere Sicherheit in einzelnen Aktionen". Das habe auch mit den erfahrenen Akteuren Dominic Kelm und Girts Lilienfelds zu tun. "Doch die zwei können nicht alles alleine richten. Wir brauchen jeden Spieler."

Gerade in den kommenden Wochen dürfte ein funktionierendes Kollektiv wichtiger denn je werden. Nach dem Bruchköbel-Spiel bekommt es der HSC nacheinander mit Groß-Bieberau/Modau, Großsachsen, Erlangen-Bruck und HC Erlangen II zu tun - allesamt Teams aus der zweiten Tabellenhälfte. Dass in diesen Partien bereits eine Vorentscheidung im Hinblick auf den Klassenerhalt fallen könnte, daran glaubt Ronny Göhl nicht. "Ich denke, es wird bis zum Schluss spannend bleiben."

Die Vorrunden-Partie in Osthessen gewann der HSC hauchdünn mit 19:18. "Es war ein ziemlich enges Spiel. Kurz vor Schluss lagen wir mit drei, vier Toren vorne, dann wurde es nochmal knapp. Der Glaube, dass wir es schaffen können, hat dann den Unterschied ausgemacht", ist der ehemalige HSC-Rechtsaußen überzeugt.

Gegen die SG wird die Coburger Reserve voraussichtlich mit dem Personal ins Spiel gehen, das bereits gegen Leipzig überzeugte. "Max Preller wird eventuell zurückkehren. Er hat zuletzt gefehlt, weil er im Spiel der A-Jugend umgeknickt war", hofft Göhl auf noch eine zusätzliche Option im Kader. Egal ob das Nachwuchstalent, das jüngst seinen ersten Profi-Vertrag unterzeichnete, dabei ist oder nicht: Für die zweite Garde des HSC 2000 geht es gegen Bruchköbel in jedem Fall um wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Dennoch bleibt der 37-Jährige ruhig und lässt sich durch die Resultate der Konkurrenz nicht aus der Ruhe bringen. "Es bringt ja sowieso nichts. Wir müssen auf uns schauen und unsere Punkte holen. Dann haben wir eine gute Chance, unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen."

HSC 2000 Coburg II (Aufgebot): Tim Titze, Fabian Apfel - Max Preller (?), Marvin Munoz, Dominic Kelm, Lars Fichtner, Benjamin Beyer, Lukas Dude, Nikola Franke, Patrick Pernet, Jonathan Rivera, Henri Dittmer, Dominik Bühler, Girts Lilienfelds, Niklas Knauer, Andreas Wolf.

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Pascal Grosch

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2019
16:18 Uhr

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Andreas Wolf HSC 2000 Coburg Osthessen
Coburg
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13. 02. 2019
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