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Klare Verhältnisse im Derby

Die Vestekicker kassieren in der Fußball-Landesliga eine deutliche 1:4-Pleite gegen Lichtenfels. Coburgs Trainer Frederic Martin bescheinigt seinem Team ein "Mentalitätsproblem".



Coburgs Adrian Guhling (schwarzes Trikot) versucht im Zweikampf an den Ball zu kommen.	Foto: Hans Haberzettl
Coburgs Adrian Guhling (schwarzes Trikot) versucht im Zweikampf an den Ball zu kommen. Foto: Hans Haberzettl  

Coburg - Ungemütliche Zeiten kommen auf den FC Coburg nach seiner 1:4-Heimpleite am 21. Spieltag der Fußball-Landesliga Nordwest im Nachbarduell gegen den FC Lichtenfels zu. Die Vestekicker rangieren weiterhin auf Abstiegsrang 17. Da mehrere Klubs aus der unteren Tabellenhälfte in den vergangenen Wochen fleißig punkteten, beträgt die Distanz zum untersten direkten Nichtabstiegsrang bereits neun Zähler.

Ganz anders gestaltet sich die aktuelle Lage der Korbstädter. Sie starteten mit vier Niederlagen in die Saison, gaben aber nach einer Findungsphase richtig Vollgas. Mit 33 Punkten nehmen sie Rang fünf in der Komfortzone des Klassements ein - mit Tuchfühlung zu Rang zwei.

"Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen. Der frühe 0:1-Rückstand erwies sich jedoch als bittere Pille und führte zu einem Bruch in unserem Spiel. Hinten ging die Stabilität verloren. Lichtenfels hat uns mit seiner einfachen, rustikalen und aggressiven Spielweise sowie mit gefährlichen Standards und der Lufthoheit in Kopfballduellen auf die Verliererstraße gebracht", lautete die Analyse des sichtlich enttäuschten FCC-Trainers Frederic Martin.

Die Freude am Auftreten ihrer Mannschaft war dem gegnerischen Trainerduo Christian Goller und Oliver Müller anzumerken. "Unser Erfolg ist auch in dieser Höhe verdient. Wir waren hochmotiviert und giftig. Es gelang uns, die Coburger Dreierkette mehrmals auszuhebeln. Kurz vor der Pause hatten wir einige Male Glück. Jetzt wollen wir das Erreichte genießen. Der Sieg im Duell beim Nachbarrivalen bedeutet uns sehr viel", sagte Goller. Indirekt deutete er damit die Geschehnisse am Rande der 2:3-Vorrundenniederlage im Karl-Fleschutz-Stadion an, als seine Akteure von Fans des FCC als Abstiegskandidat verhöhnt wurden.

Glänzender Gäste-Torwart

Mehrere Faktoren waren für den Triumph der Gäste ausschlaggebend. Ihre konsequente Zweikampfführung bis an die Grenze des Erlaubten schmeckte den Hausherren nicht. Diese ließen sich davon den Schneid abkaufen und leisteten sich entscheidende Fehler. Es gelang ihnen auch nicht, die Kreise der in glänzender Spiellaune befindlichen gegnerischen Führungsspieler Tobias Zollnhofer auf der Zehn sowie Goalgetter Lukasz Jankowiak und Maximilian Pfadenhauer einzuengen. Neben ihnen entpuppte sich der vor dieser Serie aus dem Coburger Nachwuchsleistungszentrum an den Main gewechselte Nachwuchstorhüter Jonas Michel als einer der Matchwinner, der den beruflich verhinderten Stammkeeper Christoph Kraus glänzend vertrat. Der 18-jährige Youngster zwischen den Pfosten entschärfte mit stoischer Ruhe eine ganze Reihe von tückischen Flachschüssen, unter anderem von Davide Dilauro bravourös.

Den Schützlingen von Frederic Martin konnte man den Willen eine Stunde lang nicht absprechen. Sie erarbeiteten sich eine Reihe von Abschlüssen, die sie jedoch nicht gewinnbringend abschlossen. Als großes Manko erwies sich ihre Defensive, die gegenüber der vorherigen 2:0-Gala gegen Schweinfurt nicht wiederzuerkennen war. Selbst der routinierte Torhüter Oleksandr Churilov leistete sich mehrere Fehler. Übungsleiter Martin wurde deutlich. "Wir haben ein Mentalitätsproblem. Wenn es bei uns läuft, sind wir in der Lage, allen Klubs der Liga gefährlich zu werden. Geraten wir in Rückstand, fehlen uns häufig die Mittel und der Wille, angemessen darauf zu reagieren."

Dabei starteten die Hausherren vielversprechend. Michel parierte zwei Schüsse von Tevin McCullough und Adrian Guhling. Als Kapitän Sertan Sener im Anschluss an einen Freistoß abzog, rettete Christoph Mohr auf der Torlinie. Nach dem 0:1, bei dem Maximilian Pfadenhauer (15.) nach einem Eckstoß von Lukas Schamel unbedrängt einköpfte, wendete sich das Blatt. Auch beim 0:2 mangelte es an der Zuordnung. Lukasz Jankowiak (25.) kam aus halblinker Position seelenruhig zum Abschluss und fand eine Lücke im kurzen Eck. Die Coburger Schlussoffensive vor dem Seitenwechsel verpuffte wirkungslos.

Im zweiten Durchgang wirkten die Vestestädter kurzfristig agiler. Daniel Sam bediente seinen Sturmpartner McCullough mit einem finalen Pass in die Tiefe. Der wurde von Daniel Schardt im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß versenkte Sam (48.) unhaltbar zum 1:2-Anschlusstreffer. Es folgte ein kurzes Aufbäumen, das erneut durch Pfadenhauer (60.) mit dem vorentscheidenden 1:3 aus kurzer Distanz gestoppt wurde. Die Vorarbeit kam über die linke Außenbahn mit einem Assist von Mohr. Beim 1:4-Endstand unterlief Sener (65.) nach einem Zollnhofer-Freistoß ein unglückliches Eigentor.

Am letzten Spieltag vor der Winterpause kommen auf beide Klubs Schlüsselbegegnungen zu. Bereits am Freitag um 19 Uhr steht der FC Coburg im nächsten Derby beim VfL Frohnlach am Scheideweg. Der FC Lichtenfels möchte am Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen den Zweiten SV Alemannia Haibach seine positive Jahresbilanz vergolden.

Statistik

FC Coburg: Churilov - Kimmel, Heinze, McCullough, König (65. Carl), S. Sener, Alles, Teuchert, Guhling, Dilauro, Sam.

FC Lichtenfels: Michel - Mohr, Schamel, Schardt, Wige, Scholz, Pfadenhauer (83. Zillig), Funk, L. Jankowiak, Zollnhofer (88. Wagner), Schunke (45. M. Jankowiak).

SR: Thoma. - Zuschauer: 250.

Tore: 0:1 Pfadenhauer (15.), 0:2 L. Jankowiak (25.), 1:2 Sam (48./FE), 1:3 Pfadenhauer (60.), 1:4 Eigentor (65.). haze

FC Coburg -

FC Lichtenfels


1:4


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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
15:22 Uhr

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24. 11. 2019
15:22 Uhr



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