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Regionalsport

Leidenschaftliche Bamberger

Brose gleicht in der Best-of-Five-Serie im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft zum 1:1 aus. Die Korbjäger aus der Domstadt bezwingen Vechta mit 102:98.



Blendend aufgelegt im zweiten Playoff-Spiel gegen Rasta Vechta: Augustine Rubit (rechts).	Foto: Daniel Löb
Blendend aufgelegt im zweiten Playoff-Spiel gegen Rasta Vechta: Augustine Rubit (rechts). Foto: Daniel Löb  

Bamberg - Drei Tage nach der Niederlage bei Rasta Vechta haben die Basketballer von Brose Bamberg in der Best-of-Five-Serie im Viertelfinale der Bundesliga-Playoffs ausgeglichen. Der frühere Serienmeister setzte sich am Mittwochabend vor heimischer Kulisse in einem spannenden Spiel nach Verlängerung mit 102:98 (89:89, 35:31) gegen den ersatzgeschwächten Aufsteiger aus Niedersachsen durch. Überragende Oberfranken waren Augustine Rubit und Tyrese Rice mit 30 und 26 Punkten, bei Vechta ragten T.J. Bray (29) und Josh Young (28) heraus. Das dritte Spiel der Serie findet am Samstag (20.30 Uhr) in Vechta statt.

Anders als noch im ersten Spiel nahm Brose diesmal den Kampf und hielt mit Leidenschaft dagegen. Vor allem beim Rebound waren die Hausherren diesmal auf der Höhe. Tyrese Rice brachte Bamberg durch einen Floater zunächst in die Verlängerung (89:89). Dort spielten die Gastgeber ihre ganze Erfahrung aus und brachten die Partie nach Hause.

Coach Perego zufrieden

"Es war das erwartet schwere Spiel, da wir in der Serie hinten lagen. In der ersten Halbzeit haben wir viele offene Würfe nicht getroffen. Dennoch blieben wir im Spiel", sagte Bambergs Headcoach Federico Perego nach der spannenden Partie. "Durch unsere Comeback-Qualitäten, die wir schon die ganze Saison über bewiesen haben, konnten wir auch den Zehn-Punkte-Rückstand ausgleichen. Danach blieb das Spiel eng und wir konnten uns in die Verlängerung retten. Dann fanden wir unser Selbstvertrauen wieder und scorten auch wieder vermehrt unter dem Korb. Die Serie ist nun ausgeglichen und wir werden in Vechta erneut alles geben."

Zunächst schien der Korb auf beiden Seiten wie zugeklebt. Zwei Minuten dauerte es, ehe das erste Mal ein Ball durch die Reuse fiel. Anschließend fanden die Gäste schneller in ihren Rhythmus, lagen nach zwei Dreiern von Hollins und Young mit sechs Punkten vorne (4:10, 7.). Bei Bamberg hingegen wollte vor allem von außen nichts fallen. Neun Versuche, null Treffer war die Bilanz nach dem ersten Viertel von jenseits der 6,75-m-Linie. Da aber die Verteidigung gut stand und vor allem beim Rebound gut gearbeitet wurde, betrug der Brose-Rückstand nach zehn Minuten nur vier Punkte: 11:15. Auch im zweiten Viertel spielten zunächst Vechta den besseren Ball. Ein 8:2-Lauf der Gäste bescherte ihnen einen zweistelligen Vorsprung (13:23, 14.). Es dauerte bis zur 14. Minute und 13 Versuche, ehe Brose erstmals von der Dreierlinie traf. Augustine Rubit besorgte das 16:23.

Erfolgreiche Distanzwürfe

Einmal angefangen lief es plötzlich. Zweimal Tyrese Rice, dazu Bryce Taylor sorgten in den Folgeminuten jeweils per erfolgreichem Distanzwurf dafür, dass Bamberg wieder ran kam (27:29, 18.). Der an diesem Abend blendend aufgelegte Rubit war es schließlich, der ausgleichen konnte, ehe Maurice Stuckey per Dreier die erste Bamberger Führung überhaupt herausschoss (32:31, 19.). Rice legte noch einen Dreier nach, sodass es mit 35:31 in die Pause ging. Im dritten Viertel dominierten nahezu nur noch beide Offensivreihen. Brose legte immer wieder vor, Vechta hatte immer wieder die passende Antwort parat. Hollins war es schließlich, der durch ein Vier-Punkte-Spiel seine Mannschaft wieder in Führung brachte (42:43, 23.).

Bamberg aber blieb fokussiert, kämpfte um jeden Ball. Immer wieder waren es die Big Men Rubit und Harris, die sich unter dem Korb durchkämpften. Nach zwei Dreiern in Folge von Rice und Stuckey betrug der Bamberger Vorsprung nach 28 Minuten erstmals sieben Punkte: 61:54. In den letzten 120 Sekunden des dritten Viertels drehte Vechtas Young auf. Acht Zähler von ihm in Folge sorgten dafür, dass Bambergs Führung vor dem Schlussabschnitt auf drei Punkte schmolz: 65:62.

Der Beginn des letzten Viertels gehörte zunächst nur den Gästen, die es schafften bis Mitte des Abschnitts aus der Bamberger Drei-Punkte-Führung einen Acht-Punkte-Rückstand zu machen: 75:83. Doch auch diesmal: Brose fightete, angetrieben von 5803 Zuschauern, die lautstarkes Playoff-Feeling aufkommen ließen. Rice traf zunächst den Dreier, Harris legte nach, Rubit blieb cool von der Freiwurflinie, Harris ebenso - Bamberg hatte das Spiel wieder gedreht (84:83, 39.). Bray traf den Dreier für Vechta, Taylor auf der Gegenseite ebenso, wiederum Bray sechs Sekunden vor Schluss einen weiteren für die Gäste: 87:89. Den letzten Angriff hatte Brose, der Ball kam zu Rice, der nach einer Körpertäuschung den Floater zum 89:89 einnetzte - Verlängerung.

In der Overtime konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Beiden merkte man jedoch an, dass das Spiel an die physischen Grenzen ging. Vechta spielte mit einer Sieben-Mann-Rotation, wobei Hollins keine einzige Pause bekam. Bei Brose stand Rice über 41 Minuten auf dem Parkett. Entschieden wurde die Partie am Ende an der Freiwurflinie. Zunächst traf Elias Harris einen zum 100:95, kurz darauf Augustine Rubit zwei zur Sieben-Punkte-Führung fünf Sekunden vor dem Ende. Der abschließende Dreier von Young war nur Ergebniskosmetik, denn Brose Bamberg gewann Viertelfinale zwei mit 102:98 und glich die Serie damit aus.

In der Halbzeitpause wurde die erste Runde des BBL-Pokals (28./29. September) der nächsten Saison ausgelost. Max Müller, zweifacher Hockey-Olympiasieger, bescherte Brose Bamberg dabei ein Auswärtsspiel. Der Titelverteidiger muss bei den Gießen 46ers antreten.

Statistik

Brose Bamberg: Hickman 5, Rice 26, Zisis 9, Stuckey 6, Schmidt, Olinde 4, Harris 10, Rubit 31, Alexander, Heckmann, Taylor 11, Kulboka. tv

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
18:58 Uhr

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