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Torflaute beschert klare Niederlage

Der HSC Coburg II hält gegen Magdeburg II bis Mitte der zweiten Hälfte mit. Dann ziehen die Gäste im Spiel der 3. Liga Ost davon.



Traf sieben Mal für den HSC 2000 Coburg II gegen die Magdeburger Reserve: Andreas Wolf.	Foto: Iris Bilek
Traf sieben Mal für den HSC 2000 Coburg II gegen die Magdeburger Reserve: Andreas Wolf. Foto: Iris Bilek  

Coburg - Die scheinbar klare 21:27-Niederlage des HSC 2000 Coburg II im Heimspiel der 3. Handball-Liga Ost gegen die zweite Garnitur des SC Magdeburg ist entschieden zu hoch ausgefallen, denn fast 50 Minuten lang haben die Gastgeber prima mitgehalten und zwischendurch sogar Vorteile im Spiel. Eine völlig unerwartete Torflaute führte letztlich zur klaren Niederlage gegen die Magdeburger, denen alles gelang, während den HSC-Akteuren das Pech an der Hand klebte.

Stimmen zum Spiel

Ronny Göhl (Trainer-Team HSC Coburg): "Die Beurteilung des 21:27 ist sehr schwierig. Wir haben nicht zu einem guten Angriffsspiel gefunden, den Ball eigentlich nur hin und her geschoben und nicht mannschaftsdienlich gespielt. Nur Eins gegen Eins ist zu wenig. Die Deckung war in der ersten Halbzeit noch in Ordnung, im Angriff haben wir uns nicht belohnt. In die zweite Halbzeit sind wir gut reinkommen, haben dann aber den Faden verloren."

Nikola Franke (HSC-Spieler): "Wir haben in keinster Weise das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wussten, was kommt und wie Magdeburgs Abwehr spielt, haben aber trotzdem genau das gemacht, was wir nicht wollten: den Ball laufen lassen. Die Abwehr hat im Positionsangriff gut gestanden, leider aber haben wir über die rechte Seite zu viele Tore bekommen. Von den 27 Gegentreffern resultierten zu viele aus einfachen Konter nach unseren Fehlern. Letzten Endes heißt es abhaken, nach vorne schauen und das Spiel als Lerneffekt für unsere junge Mannschaft mitnehmen. Beim nächsten Mal wollen wir die Halle wieder mit den beiden Punkten verlassen."

Vanja Radic (Trainer SC Magdeburg): "Ich habe es mir deutlich, deutlich schwerer vorgestellt. Wir haben eine sehr junge Truppe. Sie hat in den beiden letzten Spielen gezeigt, dass sie viel Charakter besitzt. Sie hat nicht an ihrer Leistung gezweifelt, hat bis zu 60. Minute gekämpft und ist fokussiert geblieben. Das macht richtig Spaß. Die Antwort auf die Frage nach dem unerwartet deutlichen Sieg: Mein Betreuer tippt immer zuvor, diesmal auf ein Unentschieden. Ich hätte es nicht gedacht. Ich habe im Video die Truppe von Coburg gesehen. Da sind viele richtig gute Spieler dabei. Unsere Deckung hat einfach gut gepasst heute, einschließlich der Torhüter, und vorne ist uns sehr viel gelungen. Ich hoffe, dass es im Rückspiel wieder so ist. Heute lief einfach alles gut für uns."


Bereits nach drei Spieltagen hat mit der SG Leutershausen (29:22 gegen HC Erlangen II) nur noch eine Mannschaft eine weiße Weste. Im Tabellenkeller sind mit GSV Eintracht Bauntal (23:26 bei HSC Bad Neustadt) und MSG Groß-Bieberau (28:34 bei HSV Bad Blankenburg) nur noch zwei Mannschaften ohne jeden Pluspunkt.

Die Überraschung des Wochenendes war die 31:35-Heimniederlage der HSG Rodgau Nieder-Roden gegen Aufsteiger Northeimer HC nach zwei Erfolgen zuvor. Auch der klare Sieg des TV Gelnhausen über den TV Großwallstadt (29:23) war keinesfalls zu erwarten. Das 30:27 von SV Anhalt Bernburg gegen HSG Hanau und die 20:23-Niederlage von Großsachsen bei Neuling SG Bruchköbel macht bereits kurz nach dem Saisonbeginn deutlich, dass in der 3. Liga Ost mit jedem zu rechnen ist

Hektik und viele Fehler

HSC 2000 Coburg II - SC Magdeburg II 21:27 (11:13). Die Aussage von SCM-Trainer Vanja Radic "Heute lief einfach alles gut für uns" verdeutlicht die unnötig hohe Niederlage des HSC, der lange Zeit nicht wie ein Verlierer aussah. Und das, obwohl die Mannschaft anfangs im Angriff zu keinen echten Bindungen fand, zudem das Visier oft schlecht eingestellt hatte, teils zu hektisch agierte und letztlich auch zu viele Fehler produzierte. Auch die hessischen Referees passten dazu, die ungewohnt oft vom Coburger Anhang ausgepfiffen wurden, aber auch vom gegnerischen Trainerteam kritisiert worden sind.

Das Spiel war trotz vieler negativen Dinge lange Zeit überaus spannend, Coburg war gleichwertig, auch kämpferisch passabel, aber schon bald ohne die nötige Fortune. Bis zum 3:3 in der 12. Minute traf der HSC bereits zweimal das Metall und scheiterte ebenso oft freistehend. Aber auch die Gäste scheiterten am aufmerksamen Torwart Tim Titze. Danach wurde es auch torreicher. Bis zum 8:8 (20.) musste Magdeburg immer den Vorteil des HSC egalisieren und erhöhte nach dem 9:10 innerhalb von vier Minuten zur ersten Drei-Tore-Führung (10:13), die Coburg mit einer prima Kombination umgehend verkürzte.

Mit viel Druck begannen die Gelb-Schwarzen nach der Kabinenpredigt die zweite Halbzeit. Schramm und Wolf (2) brachten mit ihrer Routine ihr Team innerhalb von knapp vier Minuten mit 14:13 nach vorn. Die kompromisslose Abwehr der Magdeburger ließ sich jedoch nicht einschüchtern und deren clever agierende Angriff hielt die Partie bis zum 18:18 (44.) offen, während Coburg plötzlich immer mehr nachließ. Bis zur 57. Minute blieb der HSC trotz einiger Möglichkeiten ohne einen Torerfolg. Magdeburg konnte locker auf 18:25 davonziehen und die Partie damit gelaufen. Fazit: Zwar nicht einmal ganz so schlecht gespielt, aber neben Pech mit Pfostenwürfen waren es einfach zu viele technische Fehler, die dem Trainerteam keinesfalls gefallen können, dem Gegner aber zum leichten Sieg verhalfen.

Statistik

HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny (Tor); Marvin Munoz (1), Nikola Franke (1), Lukas Dude (1/1), Benedikt Kellner (4/1), Maximilian Drude, Jonathan Rivera (1),Christopher Härtl, Jakob Knauer (1), Kenny Schramm (5), Andreas Wolf (7), Jannik Merkwirth, Patrick Pernet, Dominik Bühler.

Schiedsrichter: Florian Reuther/Michael Tobiasch (Idstein). - Zuschauer: 285. - Zeitstrafen: 1 / 1. - Strafwürfe 3 / 3.

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Erich Bilek
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Veröffentlicht am:
11. 09. 2017
15:36 Uhr

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Erich Bilek

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2017
15:36 Uhr



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