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Totaler Umbruch in Sonnefeld

Der TSV startet mit einem vollig neu formierten Kader in die neue Runde der Fußball-Landesliga Nordost. 14 Akteure aus dem ersten Jahr in der sechsthöchsten Klasse sind nicht mehr dabei.



Für den TSV Sonnefeld in die neue Saison der Fußball-Landesliga starten (hinten, von l inks) Ludwig Scheler, Leon Kappenberger, Simon Hummel, Sebastian Kunick, Marco Pohl, Erik Baierl, Louis Kappenberger, (mittlere Reihe, von links) Cheftrainer Heiko Schröder, Co-Trainer Wassilios "Vasi" Gizas, Jannik Günnel, Nino Fiedler, Niclas Jacob, Tobias Bauer, Physiotherapeutin und 2. Vorsitzende Jasmin Veltzke, Spielleiter Kevin Hertha, Sponsor Andreas Marr, Betreuer Jürgen Scheler, (vorne, von links) Eugen Wandrai, Fabian Muff, Toni Graf, Dustin Krämer, Marco Dietz, Leon Lech, Thomas Wodniok, Co-Trainer Benjamin Demel und Bastian Brückner. - Es fehlen Fabian Schorn, Maximilian Rang, Fabian Schneider, Danny Heider, Christian Fischer, Julian Fenzel und Julian Aumüller.	Foto: privat
Für den TSV Sonnefeld in die neue Saison der Fußball-Landesliga starten (hinten, von l inks) Ludwig Scheler, Leon Kappenberger, Simon Hummel, Sebastian Kunick, Marco Pohl, Erik Baierl, Louis Kappenberger, (mittlere Reihe, von links) Cheftrainer Heiko Schröder, Co-Trainer Wassilios "Vasi" Gizas, Jannik Günnel, Nino Fiedler, Niclas Jacob, Tobias Bauer, Physiotherapeutin und 2. Vorsitzende Jasmin Veltzke, Spielleiter Kevin Hertha, Sponsor Andreas Marr, Betreuer Jürgen Scheler, (vorne, von links) Eugen Wandrai, Fabian Muff, Toni Graf, Dustin Krämer, Marco Dietz, Leon Lech, Thomas Wodniok, Co-Trainer Benjamin Demel und Bastian Brückner. - Es fehlen Fabian Schorn, Maximilian Rang, Fabian Schneider, Danny Heider, Christian Fischer, Julian Fenzel und Julian Aumüller. Foto: privat  

Sonnefeld - Einen totalen personellen Umbruch muss der TSV Sonnefeld zu Beginn der Fußball-Saison 2018/19 verkraften. Obwohl der Verein in der vergangenen Serie als Aufsteiger in der Landesliga Nordost den Klassenerhalt geschafft hat und in der Zuschauergunst bei Heimspielen unter den 18 Klubs ganz oben stand, kehrten ihm nach Ablauf der Punkterunde 14 Akteure aus dem Kader der ersten Mannschaft den Rücken - einschließlich Spielertrainer Bastian Renk, den es trotz dessen Abstiegs in die Bezirksliga zum VfL Frohnlach zurückzog. Ob dieser Aderlass durch eine Reihe von unterklassigen Neuzugängen, Akteuren aus der Reserve sowie Nachrückern aus dem eigenen Nachwuchs geschlossen werden kann, erscheint fraglich. In Expertenkreisen wird Sonnefeld bereits als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt.

Erste Turbulenzen zeichneten sich im März dieses Jahres ab, als zwecks Bündelung der Kräfte ein Zusammenschluss des TSV mit dem Nachbarverein VfL Frohnlach in Erwägung gezogen wurde. Dieser Aufbruch zu neuen Ufern in der Fußball-Landschaft des westlichen Landkreises Coburg scheiterte, weil beide Vereine wohl zu blauäugig und mit zu wenig Vorlaufzeit an die anvisierte Fusion herangegangen waren. Der anschließende Rücktritt des 1. TSV-Vorsitzenden Dieter Reißenweber und weiterer Personen aus der Führungsriege mündeten in ein vorübergehendes Vakuum und wohl auch Hauptursache für die Abgänge war.

Der "Super-GAU" konnte noch verhindert werden, weil mit dem 23-jährigen Louis Kappenberger ein Akteur aus der ersten Mannschaft die Führung des ins Schlingern geratenen Vereinsschiffes übernahm und dieses als kommissarischer Vorsitzender wieder auf Kurs gebracht hat.

Anfangs war unklar, ob wegen rückläufiger Sponsorengelder der Etat für einen Verbleib in der Landesliga geschultert werden kann. Doch sei es gelungen neue Strukturen aufzubauen und Finanzmittel von Gönnern und Privatleuten zu generieren. "Das Budget bewegt sich am unteren Limit für diese Spielklasse, reicht aber aus, um zu überleben", gibt Louis Kappenberger zu erkennen.

Schröder neuer Coach

Als neuer Coach wurde der 50-jährige Heiko Schröder verpflichtet, der sich mit der ihm übertragenen Herkulesaufgabe total identifiziert. Erfahrungen als Spielertrainer sammelte er unter anderem beim früheren Bezirksligisten VfL Neustadt, bevor er im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des FC Coburg mehrere Jahre erfolgreich wirkte. "Mit jungen Leuten kann ich gut umgehen. Ich profitiere von den Kontakten und möchte vornehmlich mit Akteuren aus dem Sonnefelder Umkreis eine zukunftsfähige Mannschaft entwickeln. Um einigermaßen konkurrenzfähig zu sein, wollen wir lauf- und kampfintensiven Konterfußball aus einem kompakten Mittelfeld heraus spielen", gibt Schröder vor. Seine verlängerten Arme auf dem Spielfeld sind der bisherige Kapitän Sebastian Kunick und Benjamin Demel, der auch als Co-Trainer fungiert. Sorgen bereitet derzeit noch die Abwehrkette. Stammplatzgarantie erhält der bisherige Ersatztorhüter Fabian Schorn anstelle des nach Frohnlach abgewanderten Patrick Jauch. "Wir müssen sicher anfangs Lehrgeld bezahlen, werden aber nicht in Panik verfallen, sondern akribisch arbeiten, so der Coach.

Mit folgenden Neuzugängen geht der TSV Sonnefeld ins Rennen: Tobias Bauer (TSV Gestungshausen); Dustin Krämer (SV 08 Westhausen); Bastian Brückner (FC Coburg); Eugen Wandrai (Coburg Locals); Leon Lech, Leon Kappenberger, Thomas Wodniok, Marco Dietz, Julian Fenzl (alle eigene U19-Junioren); Max Rang (U19 FC Coburg); Danny Heider (TSV Oberlauter); Marco Pohl (TSV Windheim); Jannik Günnel, Nino Fiedler, Christian Fischer, Simon Hummel (alle VfR Schneckenlohe); Julian Aumüller (U19 TSV Ebensfeld).

Den gesamten Kader des TSV Sonnefeld bilden folgende 21 Spieler: Tor: Fabian Schorn, Marco Dietz, Maximilian Rang. - Abwehr: Leon Lech, Sebastian Kunick, Dustin Krämer, Leon Kappenberger, Erik Baierl, Simon Hummel, Fabian Schneider. - Mittelfeld: Benjamin Demel, Bastian Brückner, Toni Graf, Marco Pohl, Louis Kappenberger, Fabian Muff, Christian Fischer. - Sturm: Niklas Jacob, Ludwig Scheler, Jannik Günnel, Eugen Wandrai.

Verlassen haben den Klub Bastian Renk, Manuel Friedlein, Patrick Jauch, Christoph Rödel, Tayfun Özdemir, Emre Özdemir, Ata Simitci (alle VfL Frohnlach), Matthias Beland (FSV Unterleiterbach), Aykut Civelek, David Pawellek (beide SC Sylvia Ebersdorf), André Zapf (1. FC Kronach), Sebastian Steiner (SV Heilgersdorf), Sebastian Thyroff (DJK Lichtenfels) und Maximilian Leffer (pausiert).

Heute Auftakt in Feucht

In seinem ersten Saisonspiel bekommt es der TSV Sonnefeld am heutigen Freitag um 19 Uhr beim SC Feucht mit dem Titelaspiranten Nummer eins zu tun. Die Mittelfranken verpassten in der zurückliegenden Spielzeit den Aufstieg in die Bayernliga nur knapp.

"Chancen auf Zählbares werden wir uns mit unserer neu zusammengestellten Truppe kaum ausrechnen können. Wir wollen aber kämpferisch alles geben, um uns ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Wir dürfen uns aber vor den richtungsweisenden Begegnungen in Selbitz und gegen den FC Coburg nicht wegballern lassen", warnt TSV-Trainer Heiko Schröder.

Die Gäste können bereits beim Saisonstart nicht aus dem Vollen schöpfen. Louis Kappenberger, Eugen Wandrai und Jannik Günnel fallen verletzt aus, Tobias Bauer ist krank, Fabian Schneider beruflich verhindert.

TSV Sonnefeld (Aufgebot ): Schorn/ETW Dietz - Lech, Leon Kappenberger, Kunick, Krämer, Demel, Brückner, Graf, Pohl, Jacob, Scheler. - Auswechselspieler: Baierl, Hummel, Fischer, Muff.

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Hans Haberzettl
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
18:18 Uhr

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Hans Haberzettl

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12. 07. 2018
18:18 Uhr



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