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Wintermarathon begeistert die Laufgemeinde

Die Coburger Veranstaltung ist seit 14 Jahren sehr beliebt. Die Starter nutzen den Wettbewerb nicht nur zur Saisonvorbereitung.



Gut gelaunt während des Rennens: Die Teilnehmer des 14. Coburger Wintermarathons haben trotz der Anstrengung sichtlich Spaß.	Foto: Jürgen Lesch
Gut gelaunt während des Rennens: Die Teilnehmer des 14. Coburger Wintermarathons haben trotz der Anstrengung sichtlich Spaß. Foto: Jürgen Lesch  

Coburg - Alljährlich am letzten Wochenende im Januar haben sich in Lützelbuch die Laufbegeisterten getroffen, um den ersten Marathon zu bewältigen - oder zumindest einen langen Lauf auf der Coburger Marathonstrecke zu absolvieren. "Seit dem ersten Lauf im Jahr 2005 haben wir einige Dinge nicht geändert, weil sie sich bewährt haben", sagte Jürgen Lesch, Leiter der Laufgruppe des TV 1904 Coburg-Lützelbuch.

Dass an der Strecke auch bei der 14. Auflage der Veranstaltung festgehalten werde, sei selbstverständlich, da es sich hierbei doch um die erste permanente Marathonstrecke Deutschlands handele.

"Wir haben unseren Wintermarathon schon immer als einen Genuss-Lauf ohne Zeitnahme ausgerichtet", erklärte der Veranstalter. Genau dies liege bei den Teilnehmern im Trend. Wolfgang Wörner (TSV Ipsheim) will das erste Mal seit fünf Jahren und nach drei Eingriffen am Herzen wieder Marathon laufen. Da er früher auf der Marathon- und Ultramarathondistanz unterwegs war, passte ihm der Lauf gut ins Konzept. Friedrich Franz (Bad Windsheim) und Harald Weigel (Windsbach) haben sich auf die Fahne geschrieben "nicht gegen die Uhr, sondern gemeinsam und aus Spaß an der Freude mitzulaufen". Beide waren schon mehrmals beim Coburg Winterlauf dabei.

Für viele ist dieser Lauf Teil ihrer Vorbereitung auf ihre speziellen Saison-Highlights. So plant Andreas Jahn von der LAG Saarbrücken, die Teilnahme am "Langen Kanten", dem 72 Kilometer langen Ultramarathon beim Guthsmuths Rennsteiglauf von Eisenach nach Schmiedefeld. Vor allem die besonderen Highlights seien es, über die sich die Läufergemeinde während des Laufs und auch hinterher beim gemütlichen Zusammensitzen austauschen wollten.

Für Alina Bruckelt und Florian Tröger aus Forchheim sei speziell der profilierte Streckenverlauf mit über 600 Höhenmetern ein wichtiger Aspekt. Während Alina als Saisonhöhepunkt auf den 100 Kilometer langen Zugspitz-Ultra-Trail hinarbeitet, freut sich Florian schon auf seine Himalaya-Expedition im Frühjahr. Er möchte dort den Cho Oyu, einen der insgesamt 14 Achttausender besteigen. "Wir finden euren Lauf so toll, dass wir im Team kräftig Werbung gemacht haben", deswegen ist das Erlebnislauf-Team der beiden Starter in diesem Jahr mit insgesamt zwölf Teilnehmern zahlreich vertreten.

Auch Edgar Haar aus Kronsieben, ein Niederbayer mit fränkischen Wurzeln, hat etwas "Verrücktes" vor. Anfang Februar möchte er in Adamello, westlich vom Gardasee, an einem 80 Kilometer langen Schneeschuh-Rennen teilnehmen.

Wichtiges Training

Neben den Genussläufern sind aber auch viele ambitionierte Läuferinnen und Läufer am Start. Für diese steht dann eher der Trainingseffekt im Vordergrund. So verlängerte Timo Gieck (TV 1848 Coburg) kurzerhand die Marathonschleife auf 50 Kilometer um die notwendige Grundlagen für seine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im 100 Kilometer-Lauf im kommenden März zu legen.

Der Coburger Wintermarathon ist eine Veranstaltung ohne Startgebühr. "Auch dies haben wir von Beginn an so gehandhabt", betont Lesch. jl

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Veröffentlicht am:
31. 01. 2018
17:57 Uhr

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Veröffentlicht am:
31. 01. 2018
17:57 Uhr



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