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Doppelpack von Stindl: Gladbach erkämpft Sieg in Augsburg

Mit zwei Treffern führt Lars Stindl Borussia Mönchengladbach beim FC Augsburg zum wichtigen Sieg im Titelrennen. Rund eine halbe Stunde nach Spielende muss das Stadion vorübergehend geräumt werden.



FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach setzte sich beim FC Augsburg durch.   Foto: Stefan Puchner/dpa

Blaulicht an der Augsburger Arena. Rund eine halbe Stunde nach dem Bundesligasieg von Borussia Mönchengladbach beim FC Augsburg ist das Stadion der Gastgeber vorübergehend geräumt worden.

Über die Lautsprecher wurde eine «technische Betriebsstörung» durchgesagt, alle noch verbliebenen Menschen sollten die WWK Arena verlassen. Anschließend fuhren an der Haupttribüne mehrere Feuerwehrwagen und der Notarzt vor. Die meisten Zuschauer hatten zum Zeitpunkt der Räumung bereits das Stadion verlassen.

Gegen 18.30 Uhr wurden Menschen wieder in die Arena hineingelassen, nachdem die Feuerwehr die Evakuierung wieder aufgehoben hatte. Ein technischer Defekt an einem Küchengerät war der Grund, teilte ein Sprecher des FC Augsburg mit. Man habe bei der Räumung sichergehen müssen, dass nicht «irgendwo ein Schwelbrand» ist.

Zuvor hatte Mönchengladbach dank Doppelpacker Lars Stindl seine Schwarze Serie beim FC Augsburg beendet und einen wichtigen Sieg im Titelkampf errungen. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause holte die Mannschaft von Trainer Marco Rose beim 3:2 (0:0) im neunten Anlauf ihren ersten Bundesliga-Dreier in der Fuggerstadt. Am Ende mussten die «Fohlen» aber doch noch richtig zittern.

«Insgesamt war der Sieg verdient, wir haben ihn uns erarbeitet», sagte Stindl. «Wie wir dagegengehalten haben, das ist das, was wir brauchen.» Zwischenzeitlich «hatten wir keine Spielkontrolle, aber wenn dir so etwas passiert, musst du mit Fleiß dagegen arbeiten und das hat auch sehr gut funktioniert», resümierte Trainer Rose.

Der nach einer Muskelverletzung wieder in die Startelf gerückte Ramy Bensebaini (49. Minute) sowie mit seinem zweiten Doppelpack der Saison Lars Stindl (53., 79.) trafen für die Gladbacher, die in einer Woche im Topspiel Vizemeister Borussia Dortmund empfangen. Eduard Löwen (57.) und Alfred Finnbogason (83.) hatten vor 29 303 Zuschauern verkürzen können. In der Tabelle bleibt die Borussia Vierter mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München, hat aber noch ein Nachholspiel gegen den 1. FC Köln.

Rose setzte nach dem 1:1 gegen 1899 Hoffenheim in Tobias Strobl für Alassane Plea auf eine zusätzliche Absicherung in der Defensive. Sein Gegenüber Martin Schmidt veränderte seine Startelf nach dem 0:2 in Leverkusen auf vier Positionen. Winterneuzugang Eduard Löwen gab von Beginn an sein Debüt als Antreiber, Carlos Gruezo ersetzte im defensiven Mittelfeld den gesperrten Kapitän Daniel Baier.

Auf gefährliche Torraumszenen mussten die Zuschauer in der ersten Hälfte fast komplett verzichten. Die Gladbacher war zwar spielerisch stärker, konnten daraus aber keinen Nutzen ziehen und scheuten das Risiko. Die seltenen Augsburger Umschaltmomente wurden spätestens vom wachsamen Borussia-Schlussmann Yann Sommer entschärft. Die Gäste wurden indes zum Ende der ersten 45 Minuten munterer.

Die Gladbacher haben das Nachholspiel gegen den 1. FC Köln am 11. März noch in der Hinterhand, sie wollten den Dreier beim FCA aber unbedingt. Dafür stellte Rose auf eine Dreierreihe in der Defensive mit Denis Zakaria im Zentrum um, im Sturm ersetzte Plea seinen französischen Landsmann Thuram.

Die Maßnahmen halfen. Eine Flanke von Plea spitzelte Stindl vor dem nicht entschlossen genug eingreifenden Koubek im Sechzehner zu Bensebaini weiter, der die Führung erzielte. Nur vier Minuten darauf legte Plea für Stindl auf, der das 2:0 erzielte. In der nun flotten Partie gelang Löwen wenig später per Kopf der Anschluss. Ein Kopfball von Plea (62.) knallte für die Borussia nur an die Latte. Schmidt erhöhte den Druck, indem er Stürmer Finnbogason für den defensiven Rani Khedira (73.) brachte. Stattdessen traf jedoch der emsige Stindl, ehe der eingewechselte Isländer zuschlug. In der 88. Minute parierte Koubek nochmal stark gegen Hofmann.

Veröffentlicht am:
29. 02. 2020
19:35 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
29. 02. 2020
19:35 Uhr



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