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Darmstadt und Hannover die großen Gewinner

Im Abstiegskampf der 2. Bundesliga geht es extrem eng zu. Hannover 96 hat sich daraus durch das 4:2 in Osnabrück wohl befreit. Derweil darf Darmstadt 98 zumindest noch ein wenig auf den Aufstieg hoffen.



Heimsieg
Darmstadt 98 setzte sich daheim gegen den FC St. Pauli durch.   Foto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa » zu den Bildern

Darmstadt 98 darf träumen, Hannover 96 kann durchatmen: Zwei ehemalige Erstligisten waren in den Samstag-Partien des 27. Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga die großen Gewinner.

Die Darmstädter besiegten den FC St. Pauli nach starker Leistung mit 4:0 (1:0) und haben als Fünfter vorübergehend sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. St. Pauli schwebt mit 33 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang dagegen ebenso weiter in Abstiegsgefahr wie der SV Sandhausen (30) und Jahn Regensburg (34) nach dem 0:0 im direkten Duell.

Gewinner im Tabellenkeller war Hannover, das sich durch das 4:2 (1:1) im Derby beim VfL Osnabrück wohl der gröbsten Abstiegssorgen entledigte. Durch den dritten Sieg nacheinander setzte das Team von Trainer Kenan Kocak seinen vor der verlängerten Corona-Pause begonnenen Lauf fort, hat 35 Punkte auf dem Konto und noch das Nachholspiel gegen Schlusslicht Dynamo Dresden in der Hinterhand. Die in der Rückrunde noch sieglosen Osnabrücker schweben mit 30 Zählern in höchster Gefahr. Sollte der Karlsruher SC am Sonntag gegen den VfL Bochum (31) gewinnen, würde das Feld ganz dicht zusammenrücken, der KSC hätte dann auf dem Relegationsrang 30 Zähler.

Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) steigt das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten Hamburger SV und dem sieben Punkte vorauseilenden Tabellenführer Arminia Bielefeld. Der VfB Stuttgart, punktgleich mit dem HSV aktuell Dritter, muss bei Holstein Kiel ran.

Mathias Honsak (7. Minute), Yannick Stark (74.), Marvin Mehlem (78.) und Victor Palsson (89.) schossen die Tore für Darmstadt, dessen Trainer Dimitrios Grammozis den Verein am Saisonende mit bisher unbekanntem Ziel verlässt. Paulis Dimitrios Diamantakos verschoss in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter. «Wir haben sowohl offensiv wie defensiv ohne die absolute Gewinner-Mentalität gespielt», monierte Gäste-Coach Jos Luhukay, versicherte aber: «Ich werde jetzt nicht über Abstiegskampf sprechen.» Im Gegenzug schränkt Grammozis ein: «Ich bin sehr zufrieden. Wir dürfen allerdings nicht den Fehler machen, jetzt alles rosarot zu sehen.»

Osnabrück war durch Assan Ceesay (6./Foulelfmeter) und Etienne Amenyido (47.) zweimal in Führung gegangen. Der erste Ausgleich resultierte aus einem Eigentor von Joost van Aken (11.), in der Schlussphase trafen dann zweimal Marvin Ducksch (75./80.) und Genki Haraguchi (85.). «Die drei Punkte waren wichtiger als die beiden Treffer», sagte Duksch. Osnabrücks Torschütze Amenyido war dagegen frustriert: «Ich finde kaum Worte. Es kann nicht sein, dass wir nach zweimaliger Führung noch 4:2 verlieren.»

Insgesamt herrschte am zweiten Spieltag nach Corona schon größtenteils Normalität. In allen Stadien gab es die Schweigeminute für die Opfer der Coronavirus-Pandemie, in Sandhausen wurden wie beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach einige Papp-Fans aufgestellt. In Darmstadt und Osnabrück hingen Plakate. Sonst ging es um Fußball.

Am Freitag hatte der 1. FC Heidenheim durch das 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden Rang vier gefestigt. Der 1. FC Nürnberg verpasste es durch das 1:1 gegen Erzgebirge Aue, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen und bleibt 15. Dresdens Spiel gegen Greuther Fürth wurde wie das in der Vorwoche in Hannover und am kommenden Mittwoch in Bielefeld verschoben. Das komplette Dynamo-Team war nach zwei positiven Corona-Tests bis zu diesem Samstag in Quarantäne.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2020
15:58 Uhr

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23. 05. 2020
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