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Dressur-Team nach dem ersten WM-Tag auf Rang eins

Die Dressur-Mannschaft ist ihrer Favoritenstellung gerecht geworden. Nach der ersten Hälfte des WM-Programms liegt das Quartett vorne. Überschattet wurde der erste Tag der Wettkämpfe in den USA von einer peinlichen Panne.



Bredow-Werndl
Die deutsche Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl auf dem Pferd Dalera.   Foto: Uwe Anspach

Das deutsche Dressurteam liegt nach dem ersten Tag bei den Weltmeisterschaften in den USA in Führung.

Zwei WM-Debütantinnen sorgten in Tryon/North Carolina mit überwiegend guten Vorstellungen für eine perfekte Ausgangsposition für den zweiten Tag, wenn die zweite Hälfte des Startfeldes reiten muss. Auf Platz zwei folgt das US-Team vor Schweden.

Einen perfekten Start erwischte das deutsche Team durch den Ritt von Jessica von Bredow-Werndl. Die 32-Jährige zeigte als erste Starterin des Quartetts eine gute Vorstellung mit der Stute Dalera. Für ihren Ritt erhielt die 32-Jährige aus dem bayrischen Tuntenhausen von den Wertungsrichtern 76,677 Prozent.

Besonders nervös war sie nicht. «Ich habe mir die ersten zwei Paare angeschaut, zusammen mit meinem Bruder Benni, da habe ich ein Kribbeln am ganzen Körper gespürt», berichtete sie: «Aber ich habe mir dann gesagt, wie viele würden jetzt gerne in meiner Haut stecken.» Mit ihrem Auftritt sei sie «sehr glücklich», es gebe mit ihrer Stute aber noch «Luft nach oben».

Zweite deutsche Starterin war Dorothee Schneider, die mit Sammy Davis Jr. am Anfang Probleme hatte und nur 75,062 Prozent erhielt. «Dafür habe ich richtig Punkte liegen lassen», sagte die 49-Jährige aus dem rheinland-pfälzischen Framersheim. Sie habe kurz «den Rhythmus verloren», erklärte Schneider.

«Das war ein Rumpler», kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu. «Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden.» Heute soll das Gold perfekt gemacht werden. Für das deutsche Team reiten Sönke Rothenberger aus Bad Homburg mit Cosmo und Isabell Werth aus Rheinberg mit Bella Rose.

Begonnen hatte der erste Wettkampftag mit einer peinlichen Panne. Das Distanzrennen wurde erst unterbrochen und später dann ganz abgebrochen. «Eine gefährliche Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit» war nach Angaben der Organisatoren der Grund. «Das war eine schwierige Entscheidung, aber sie wurde zum Wohle der Pferde und Reiter getroffen», sagte Thomas Timmons, der Vorsitzende der Tierarzt-Kommission im Weltverband FEI. «Es wäre unsicher gewesen, weiter zu reiten.»

Zuvor musste das Rennen am Morgen schon unterbrochen werden, weil einige Reiter falsch geleitet worden waren. Das Rennen wurde neu gestartet und von 160 auf 120 Kilometer verkürzt. Die FEI kündigte eine Untersuchung an. «Das sind chaotische Verhältnisse», kommentierte Dennis Peiler, Sportchef des deutschen Reitverbandes FN: «So etwas darf nicht passieren.»

«Ich war den Tränen nahe, als der endgültige Abbruch kam», sagte der deutsche Reiter Bernhard Dornsiepen aus Balve im Sauerland. «Den Abbruch an sich kann ich aber nachvollziehen, die Bedingungen waren extrem», sagte er: «Mein Pferd kam gut damit zurecht. Es muss aber auch andere Pferde gegeben haben, deren Pulswerte extrem hoch waren.»

«Das ist eine Riesen-Enttäuschung für die Athleten und alle, die hierfür riesigen Aufwand und Vorbereitung betrieben haben», sagte Equipe-Chefin Annette Kaiser. «Unsere deutschen Pferde waren top-fit.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2018
07:24 Uhr

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