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Sport

FC Bayern in Hollywood - Lewandowski-Film läuft noch lange

Der FC Bayern hat in L.A. Quartier bezogen - und was für eins. Der Trainer legt gleich mit der Arbeit los. Der Vorstandsboss zeigt sich in Plauderlaune und lenkt in kniffligen Transferzeiten den Blick auf das, was man hat. Er entdeckt dabei «wenig Besseres in Europa».



Robert Lewandowski
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski mit der Torjägerkanone.   Foto: Sven Hoppe

Beverly Hills. Hollywood. Glanz und Glamour, Traumfabrik. Dieses Ambiente passt gut zum FC Bayern, der sich zu den Global Playern im Unterhaltungsgeschäft Fußball zählt und diesen Promi-Status in einem hart umkämpften internationalen Markt auch in Zukunft behaupten will.

Darum sind die Münchner auch in diesem Sommer wieder in den USA - und diesmal nicht irgendwo, sondern auch in L.A., wo sie die meiste Zeit ihres Drei-Städte-Trips verbringen, inklusive einer Einladung bei Terminator Arnold Schwarzenegger an Tag zwei.

Die Münchner Stars logieren im prächtigen «Four Seasons Hotel», das seine Gäste schon im Eingangsbereich mit einem Meer aus roten Rosen empfängt. Nur das Beste für die Besten - zumindest für die Besten der Bundesliga, die in der Champions League zuletzt früh ausschieden.

Nach der langen Anreise aus Deutschland stand Karl-Heinz Rummenigge im vierten Stock des Teamhotels auf einer Terrasse des Pool-Bereichs und präsentierte sich in Plauderlaune. Aufregende Neuigkeiten vom Transfermarkt, den der nicht mitgereiste Sportdirektor Hasan Salihamidzic daheim bearbeitet, weil der sich laut Rummenigge «natürlich in Europa abspielt und weniger hier in Amerika», gab es vom Bayern-Chef nicht. Eine spekulierte Rückkehr von Stürmer Mario Mandzukic (33, Juventus Turin) räumte der 63-Jährige mit einem einzigen Satz ab: «In der Richtung ist nichts geplant.»

Ausnahmsweise ging es mal mehr um das, was der FC Bayern besitzt. Das ist nach Rummenigges Urteil eine Abwehr, die durch die Weltmeister Lucas Hernández und Benjamin Pavard, die zusammen 115 Millionen Euro kosteten, die womöglich beste selbst im internationalen Vergleich darstelle. «Ich sehe wenig Besseres in Europa», meinte Rummenigge.

Im Sturmzentrum setzt der deutsche Serienmeister langfristig auf Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski, der letzte Saison in 47 Pflichtspielen 40 Treffer erzielte. Der Vertrag dürfte in Kürze vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängert werden. «Eingetütet ist es nicht, aber bei Robert gibt es schon die Entwicklung, dass er sich bei Bayern München extrem wohl fühlt», berichtete Rummenigge: «Wenn man so einen Spieler hat, gibt man den auch nicht ab.»

Dass Lewandowski beim Vertragsende 2023 fast 35 wäre, beeinflusst die Münchner Entscheider nicht. Es reiche allein ein Blick auf den muskulösen Körper des Polen, findet Rummenigge: «Das ist ein Spieler, der kann leicht noch einige Jahre auf dem Niveau spielen.»

Bei Niko Kovac gibt es nach dem Premierenjahr mit zwei Titeln noch keine Langfrist-Planungen. Aber selbst für Skeptiker Rummenigge wäre eine Zusammenarbeit über 2021 hinaus bei weiteren Erfolgen eine logische Option. Der Verein sei «daran interessiert, dass wir auch auf der Trainerposition Kontinuität haben». Er wünsche Kovac eine genauso erfolgreiche Saison wie im Vorjahr mit dem Double - «und die eine oder andere Runde mehr in der Champions League». Dann wären alle hochzufrieden beim FC Bayern. «Ich glaube, dass Niko weiß, dass wir ein Club sind, der Erfolg braucht. Dem stellt er sich, dem stellen sich alle hier in dem Club», betonte der Vorstandsvorsitzende.

Leichter wird Kovac der Trainerjob im zweiten Jahr nicht gemacht werden. «Wir sind erfolgsverwöhnt. Und du musst Erfolg haben, um den Verein aus Wallungen fernzuhalten», sagte Rummenigge und ergänzte: «Wir haben eigentlich ein völlig entspanntes Miteinander.»

Kovac versucht erst mal, aus dem USA-Trip das Bestmögliche zu machen. Nur wenige Stunden nach der Ankunft in Kalifornien hatte er das erste Training angesetzt. Am Mittwochabend (Donnerstag, 5.00 Uhr MESZ) steht bereits das erste Testspiel gegen den FC Arsenal an. Diese und die weiteren Partien gegen Real Madrid (in Houston) und AC Mailand (in Kansas City) will er nutzen, «um gewisse Abläufe in unserem Spiel einzuüben, damit wir das dann auch in der Bundesliga sehen».

Rummenigge findet es hilfreich, dass Rivale Borussia Dortmund die Meisterschaft diesmal öffentlich als klares Ziel ausgibt. «Das finde ich gut, das freut mich. Es ist absolut korrekt, wenn Dortmund in der Richtung Ansprüche anmeldet. So wissen wir vom ersten Tag an, dass wir konzentriert und gut spielen müssen.» Seine Antwort an den BVB fiel in L.A. ebenso unmissverständlich aus: «Auch im Jahr 2020 wird die Meisterschaft nur über Bayern München entschieden.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
10:43 Uhr

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16. 07. 2019
10:43 Uhr



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