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Fix: Flick bleibt Bayern-Trainer

Der FC Bayern vertraut weiter auf Hansi Flick. Der 55-Jährige bekommt in München einen neuen Cheftrainer-Vertrag bis 2023. Das ist der Lohn einer bärenstarken Saison. Der Nachfolger von Niko Kovac kann nach Ansicht einer Fußball-Legende eine Bayern-Epoche prägen.



Hansi Flick
Bleibt Trainer beim FC Bayern: Hansi Flick.   Foto: Tom Weller/dpa

Der FC Bayern traut Hansi Flick eine neue Erfolgsära zu und stattet den zum Trainerliebling aufgestiegenen Fußballlehrer mit einem langfristigen Vertrag als Chefcoach aus.

Der Rekordmeister verlängert den Vertrag mit dem 55-Jährigen um drei Jahre bis zum 30. Juni 2023. Darauf verständigten sich die Vereinsbosse und der Coach, wie mitgeteilt wurde. Das Engagement des ehemaligen Co-Trainers, der im November die Nachfolge von Niko Kovac angetreten hatte und den nach einer starken Bilanz auf dem Feld erst die Corona-Krise ausbremste, war davor mindestens bis zum Sommer vorgesehen.

«Der FC Bayern ist mit der Arbeit von Hansi Flick sehr zufrieden. Die Mannschaft hat unter ihm eine sehr gute Entwicklung genommen, spielt attraktiven Fußball, der sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Ihm gefalle, wie Flick «die Mannschaft führt, seine menschlichen Qualitäten überzeugen, seine Empathie spricht für ihn. Der FC Bayern vertraut Hansi Flick und wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihm auch in der Zukunft unsere Ziele erreichen werden». Bayern ist noch im Triple-Rennen.

Anfangs war Flick eine Kurzzeitlösung für zwei Spiele, dann eine bis Weihnachten, ehe er zumindest für die laufende Spielzeit zum Chef befördert wurde. Schnell hatte der frühere Weltmeister-Assistent von Bundestrainer Joachim Löw die Münchner nach dem Aus von Kovac stabilisiert und wieder an die Spitze der Bundesliga geführt. «Wir haben eigentlich nur positive Ergebnisse erzielt, wenn man die Bilanz sieht, seitdem der Hansi da ist», sagte Kapitän Manuel Neuer jüngst.

«Diese Ergebnisse sprechen für sich», sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. «Der Fußball steht vor großen Herausforderungen. Wir glauben, dass Hansi auch der richtige Cheftrainer für diese Zeit ist.» Erfolge im DFB-Pokal und der beeindruckende Auftritt im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Chelsea bestärkten die Club-Verantwortlichen in der Personalentscheidung. 18 von 21 Pflichtspielen hat der FC Bayern unter Flicks Regie gewonnen.

Der Coach selbst ergriff beherzt die Chance seines (Trainer-)Lebens. «Wir haben zusammen die Ausrichtung für die kommenden Jahre festgelegt. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel erreichen können», sagte er. Er hatte immer wieder erklärt, wie viel Spaß ihm die Aufgabe macht. Das Lob der Bosse freute ihn zwar, zu forschen öffentlichen Forderungen ließ sich der frühere Profi aber nicht hinreißen.

Schon im Februar gab Rummenigge nach dem 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse beim FC Chelsea eine Absichtserklärung ab. Beim Bankett überreichte er Flick in einem «roten Päckchen» einen Stift als Geburtstagsgeschenk. «Und mit Stiften unterschreibt man bei Bayern München manchmal auch Papiere», sagte Rummenigge damals.

Flick spielte von 1985 bis 1990 für die Münchner, danach für den 1. FC Köln. Als Trainer und Funktionär arbeitete er für 1899 Hoffenheim, Red Bull Salzburg und den Deutschen Fußball-Bund. 2006 holte ihn Löw als Co-Trainer, acht Jahre später wurde das Duo im letzten gemeinsamen Länderspiel in Rio de Janeiro Weltmeister.

Die Bayern-Stars loben neben den fachlichen Qualitäten auch Flicks menschliche Stärke bei der Führung des Star-Ensembles. Flick zeigte sich als Teamworker, Menschenfänger und als ein Chef, der sich um alle kümmert, der jedem Mitarbeiter Wertschätzung vermittelt. Er schärfte auch sein eigenes Profil durch klare Ansagen. Eine Rückkehr in die zweite Reihe konnte er sich bei Bayern nicht mehr vorstellen.

Die Arbeit von Flick fand auch außerhalb des FC Bayern Anerkennung. «Er ist für mich der ideale Trainer des FC Bayern, der eine neue Ära prägen kann», hatte Trainer-Legende Jupp Heynckes gesagt. Heynckes gewann im Jahr 2013 das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal. Auch in dieser von der Corona-Krise unterbrochenen Saison sind die Münchner noch in allen drei Wettbewerben im Rennen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 04. 2020
18:15 Uhr

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03. 04. 2020
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