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Königsklassen-Kracher für Bundesliga-Clubs

Diese Lose haben es richtig in sich. Borussia Dortmund muss in der Champions League gegen Barcelona und Inter Mailand ran. Leverkusen trifft unter anderem auf Juventus Turin mit Cristiano Ronaldo. Die Bayern erwischen es leichter - müssen aber schon wieder nach England.



Champions League
Die Gruppen der Champions League wurden in Monaco ausgelost.   Foto: Daniel Cole/AP

Borussia Dortmund gegen Lionel Messis FC Barcelona, Bayer Leverkusen gegen Cristiano Ronaldos Juventus Turin und erneut ein prominentes Team aus dem scheinbar übermächtigen England für den FC Bayern München.

Die Bundesliga-Clubs haben für die Gruppenphase der Fußball-Königsklasse attraktive und schwere Lose erwischt. Besonders hart traf es im Grimaldi Forum von Monaco Borussia Dortmund. Der deutsche Vizemeister bekam neben dem spanischen Champion und ständigen Königsklassenfavoriten Barça von Wesley Sneijder und Petr Cech auch noch den runderneuerten italienischen Top-Club Inter Mailand zugelost.

«Das ist wirklich eine sehr schwere Gruppe! Aber umso mehr auch eine große Herausforderung für uns», sagte BVB-Coach Lucien Favre. «Wir werden aber in allen Spielen unser Bestes geben müssen, um unser erstes Ziel zu erreichen und die Gruppenphase zu überstehen.» «Das ist schon eine Hammergruppe, keine Frage», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über die Gruppe F, die durch Slavia Prag komplettiert wird. Sportdirektor Michael Zorc meinte sogar: «Wir haben die schwerste Gruppe erwischt.»

Deutlich leichter hat es der FC Bayern. Der Einzug in die K.o.-Runde ist für die Münchner nach dieser Auslosung ein absolutes Muss. Tottenham Hotspur ist als Vorjahresfinalist und Dortmund-Bewzinger ein attraktiver Kontrahent. Olympiakos Piräus und Roter Stern Belgrad mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Marko Marin sind aber trotz der zu erwartenden hitzigen Atmosphäre bei den Auswärtspartien keine Gegner aus der höchsten europäischen Klasse.

«Ich denke, wir dürfen mit der Auslosung zufrieden sein. Es ist wichtig, mit großer Motivation und Konzentration zu beginnen und jeder Mannschaft mit Respekt zu begegnen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Sportdirektor Hasan Salihamidzic machte die Zielsetzung gleich klar. «Das ist eine Auslosung, mit der wir leben können. Unser Anspruch ist es, das Achtelfinale zu erreichen und dabei auch die Gruppe zu gewinnen.»

Bayer Leverkusen steht in der Gruppe D vor deutlich höheren Hürden. Juventus Turin mit Superstar Ronaldo, Sami Khedira und Emre Can, das immer unbequeme Atlético Madrid und Lok Moskau mit dem früheren Weltmeister Benedikt Höwedes sind die Kontrahenten für das Team von Trainer Peter Bosz. «Eine tolle Herausforderung. Jetzt gehen wir es an, diese Aufgabe zu meistern», sagte der Coach. Sportchef Rudi Völler kündigte «fantastische Champions-League-Nächte» an.

RB Leipzig spielt in der wohl ausgeglichensten Gruppe G mit Russlands Meister Zenit St. Petersburg, dem portugiesischen Champion Benfica Lissabon und Olympique Lyon. «Das ist eine Gruppe mit richtig guten Gegnern und tollen Stadien. Wir wollen in der Champions League weiterkommen, aber diese Mannschaften werden uns fordern und alles abverlangen», sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann.

Attraktiv und schwer wird es auch für Trainer Thomas Tuchel mit Paris Saint-Germain. Der französische Champion duelliert sich mit Real Madrid um Toni Kroos, Club Brügge und Galatasaray aus der Finalstadt Istanbul. Jürgen Klopp bekommt es mit Titelverteidiger FC Liverpool wie im Vorjahr mit dem SSC Neapel sowie mit Königsklassen-Neuling Red Bull Salzburg und dem KRC Genk zu tun.

Die Bundesliga-Clubs wollen alle Wiedergutmachung für die kollektiv miserable Königsklassen-Bilanz in der Vorsaison. Die Münchner waren gegen Liverpool wie Dortmund gegen Tottenham und Schalke gegen Manchester City bereits im Achtelfinale ausgeschieden. 1899 Hoffenheim hatte nicht einmal die Gruppenphase überstanden. BVB-Kapitän Marco Reus versicherte: «Wir haben Vertrauen in unsere Qualität. Unser Ziel: Wir wollen weiterkommen», sagte Deutschlands Fußballer des Jahres.

Die ersten Partien der neuen Champions-League-Saison finden am 17. und 18. September statt. Letzter Gruppenspieltag ist am 10. und 11. Dezember. Wie üblich ziehen die acht Gruppensieger und acht Gruppenzweiten ins Achtelfinale ein. Dieses wird noch vor Weihnachten am 16. Dezember ausgelost.

Die Gruppendritten spielen in der ersten K.o.-Runde der Europa League weiter. Für die Gruppenvierten ist die Europacup-Saison beendet. Der nächste Champions-League-Sieger wird am 30. Mai 2020 in Istanbul gekürt.

Die Champions-League-Gruppen im Überblick:

Gruppe A: Paris St. Germain, Real Madrid, FC Brügge KV, Galatasaray Istanbul

Gruppe B: FC Bayern München, Tottenham Hotspur, Olympiakos Piräus, Roter Stern Belgrad

Gruppe C: Manchester City, Schachtjor Donezk, Dinamo Zagreb, Atalanta Bergamo

Gruppe D: Juventus Turin, Atletico Madrid, Bayer Leverkusen, Lokomotive Moskau

Gruppe E: FC Liverpool, SSC Neapel, Red Bull Salzburg, KRC Genk

Gruppe F: FC Barcelona, Borussia Dortmund, Inter Mailand, Slavia Prag

Gruppe G: FC Zenit St. Petersburg, Benfica Lissabon, Olympique Lyon, RB Leipzig

Gruppe H: FC Chelsea, Ajax Amsterdam, FC Valencia, OSC Lille

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Veröffentlicht am:
29. 08. 2019
20:35 Uhr

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29. 08. 2019
20:35 Uhr



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