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Martin-Kollege Groenewegen vorn - Frust bei Greipel

Tony Martins Team Jumbo-Visma prägt weiter die Tour de France. Nun schlägt auch Supersprinter Groenewegen erstmals zu. Beim deutschen Routinier Greipel herrscht nach der dritten Niederlage Frust.



Sieger
Der Niederländer Dylan Groenewegen (M) jubelt nach dem Überqueren der Ziellinie.   Foto: Yorick Jansens/BELGA

Der Sieg auf der siebten Etappe bei der 106. Tour de France ging an den Niederländer Dylan Groenewegen, für den Zeitfahr-Spezialist Martin wieder den ganzen Tag gearbeitet hatte.

Martin strahlte nach dem nächsten Coup seines Jumbo-Visma-Teams, André Greipel hingegen geht diese 106. Tour de France zunehmend auf die Nerven. Als der deutsche Sprint-Routinier nach einem weiteren enttäuschenden zwölften Platz ohnehin schon restlos bedient war, musste er auch noch zur Dopingkontrolle.

«Die Strapazen des Tages sind vergessen, wenn wir mit dem Tagessieg belohnt werden», sagte der zufriedene Martin nach den 230 Kilometern von Belfort nach Chalon-sur-Saône. Nach dem Auftaktsieg von Mike Teunissen und dem folgenden Erfolg im Teamzeitfahren war es für Jumbo-Visma schon der dritte Sieg, der Rennstall prägt die Frankreich-Rundfahrt mehr als alle anderen Teams.

«Drei Etappensiege, Gelbes Trikot - ich glaube, das sagt alles. Da wäre es in jedem Team extrem entspannt», erklärte der Deutsche in der ARD. «Es war ein wichtiger Sieg für Dylan nach dem harten Crash», fügte er an. Der 26 Jahre alte Niederländer, der beim Auftakt sechs Tage zuvor in Brüssel gestürzt war, strahlte im Ziel und erklärte: «Seit gestern fühle ich mich wieder gut. Mein Team hat stark gearbeitet und wir haben gewonnen, deswegen bin ich sehr glücklich.» Mit solchen Performances wird Jumbo-Visma auch als Rennstall für Top-Profis wie den derzeit teamlosen Marcel Kittel immer interessanter.

Nur Zentimeter lag Groenewegen auf der langen Zielgeraden entlang der Saône vor dem Australier Caleb Ewan, Grün-Träger Peter Sagan vom deutschen Bora-hansgrohe-Team fuhr mit dem dritten Rang weitere wichtige Punkte für den Sieg in der Sprintwertung ein. Von solchen Platzierungen kann der 36 Jahre alte Greipel derzeit nur träumen. Er landete auf den Rängen 18, zwölf und elf bei den bisherigen Massenankünften.

An den Trikot-Trägern änderte sich auf der langen Etappe mit eher überschaubarem Schwierigkeitsgrad nichts. Der Italiener Giulio Ciccone verteidigte sein Polster von sechs Sekunden auf den heiß gehandelten Lokalmatador Julian Alaphilippe und darf damit auch am Samstag im Maillot Jaune an den Start gehen. Auch der Tagesdritte Sagan bleibt mit deutlichem Vorsprung in Grün, Tim Wellens trägt weiter das gepunktete Trikot. «Ich bin auch damit glücklich, es war ein schneller Sprint und diese Jungs sind superschnell», lobte Sagan.

Für die Favoriten blieb es einen Tag nach der Extrem-Kletterei nach La Planche des Belles Filles ruhig. Am Donnerstag hatte Vorjahressieger und Ineos-Kapitän Geraint Thomas auf den 24 Prozent steilen Rampen erstmals unter Beweis gestellt, wie sehr in diesem Jahr wieder mit ihm zu rechnen ist. «Ich habe mich gut gefühlt und es war klasse, vor dieser Gruppe ins Ziel zu kommen», sagte der Waliser, der in Abwesenheit des viermaligen Tour-Siegers Chris Froome zum engsten Favoritenkreis zählt.

Auch die deutsche Klassement-Hoffnung Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe hat Thomas auf dem Zettel. «Er ist super gefahren, das ganze Jahr schon. Natürlich könnte er auch ein Rivale für mich sein, wenn er so weitermacht», sagte der Ineos-Kapitän am Freitag dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Buchmann war tags zuvor drittbester Klassementfahrern und hatte damit seine Ambitionen auf einen Top-10-Platz untermauert.

Am Samstag (12.25 Uhr/One und Eurosport) dürfte der Ravensburger aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Die 200 Kilometer auf dem Weg von Macon nach Saint-Etienne sind zwar schwer und hügelig, aber eher für Klassikerspezialisten geeignet. Quick-Step-Profi Alaphilippe wird alles tun, um die wenigen Sekunden auf den Gesamtführenden rauszufahren, damit er am Nationalfeiertag in Gelb starten darf.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
18:49 Uhr

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12. 07. 2019
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