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Mit Respekt: BVB lehnt Favoritenrolle auf Schalke ab

Trotz des enormen Vorsprungs des BVB hofft Schalke mit einem Derbysieg auf den Stimmungsumschwung. Der noch ungeschlagene Bundesliga-Spitzenreiter weist die Favoritenrolle von sich.



Prestigeduell
Im Revierderby treffen am 14. Spieltag der Bundesliga der FC Schalke 04 und Borussia Dortmund in Gelsenkirchen aufeinander. Foto: Ina Fassbender   Foto: dpa

In der Tabelle trennen die Erzrivalen derzeit Welten. Doch selbst der enorme Vorsprung und die bisherige Dominanz kann den enteilten Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund vor dem Kräftemessen beim FC Schalke 04 nicht zu markigen Sprüchen verleiten.

«Es wird ein ganz enges Spiel, da muss man kein Prophet sein», betonte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem 153. Pflichtspielderby am Samstag in der Veltins-Arena. Dabei ist die Ausgangslage so klar wie selten zuvor. Die nach 13 Spieltagen noch ungeschlagene Borussia geht mit 19 Punkten Vorsprung auf den abgestürzten Vizemeister in die prestigeträchtige Partie. So groß war der Abstand zwischen den Teams vor einem Hinrundenduell noch nie. Gleichwohl verweist BVB-Profi Marcel Schmelzer darauf, was wirklich über Sieg oder Niederlage entscheidet. «Es ist im Derby egal, welchen Platz die Mannschaften belegen. Es kommt in erster Linie darauf an, wie sehr man dieses Spiel gewinnen will.»

Nicht zuletzt deshalb warnt Sportdirektor Michael Zorc: «Schalke hat die Möglichkeit, mit einem Spiel sehr viel wieder zurechtzurücken. Das müssen wir wissen.» Noch frisch ist die Erinnerung an das letzte Duell Mitte April, als sich der BVB mit einem leidenschaftslosen Auftritt auf Schalke mit 0:2 abfertigen ließ. Auch die gefühlte Niederlage beim legendären 4:4 nach 4:0-Halbzeitführung daheim ist der Borussia noch eine Mahnung. «Das verrückte Spiel ist leider auch noch sehr präsent. Bis vor kurzem waren es immer die erfolgreichen Derby-Momente, die ich in Erinnerung hatte. Seit dem letzten Jahr ist das ein bisschen in den Schatten gestellt worden», sagte Zorc.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco ist in seinen beiden Treffen mit den Nachbarn noch unbesiegt. «Die Bilanz gefällt mir. Die würde ich gern nach Samstag noch mal so ziehen», sagte der 33-Jährige im Interview mit der Funke Mediengruppe (Freitag). Immerhin hat sich seine Elf nach dem deprimierenden Start mit fünf Niederlagen in die Saison zurückgekämpft, wenn auch mit wenig glanzvollen Auftritten: Seit dem sechsten Spieltag holten nur vier Teams mehr Zähler als die Königsblauen (14).

Nicht zuletzt deshalb sieht Tedesco «im Derby keinen Außenseiter und keinen Favoriten» und seine Elf keineswegs chancenlos. «Wir werden alles tun, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Und wenn wir darauf schauen, wie überwiegend stabil wir zuletzt waren, macht das auch Mut.»

Anders als in früheren Zeiten halten sich die Protagonisten mit Sticheleien und Kampfansagen zurück. Die einst oft feindselige Atmosphäre ist geprägt von gegenseitigem Respekt. «Die Dortmunder machen das richtig gut», sagte Tedesco, der sogar die Einkaufspolitik des Rivalen lobte. «Man muss neidlos anerkennen, dass ihre Transfers top funktioniert haben. Sie haben einen tollen Saisonstart hingelegt, sind stark geblieben und finden in vielen Situationen die richtigen Lösungen.»

Auch Sportvorstand Christian Heidel akzeptiert die derzeitige Dominanz des Gegners vor dem 93. Bundesliga-Duell und traut der Borussia den Titelgewinn zu. «Der BVB hat einen überragenden Lauf und die Frage wird sein, ob er sich auf diesem Top-Niveau stabilisiert. Dann wird es ganz schwierig für die Bayern.»

Nichtsdestotrotz wäre es für Schalke eine Genugtuung, ausgerechnet im Derby den Siegeszug des BVB zu stoppen, ihm die mögliche Herbstmeisterschaft zu verderben und im eigenen Lager endgültig für einen Stimmungswandel zu sorgen. Dass der Rivale noch ungeschlagen ist, macht für Heidel einen zusätzlichen Reiz aus: «Wir hoffen, Dortmund die erste Niederlage beizubringen.»

BVB-Coach Lucien Favre kann im Revierderby wohl sein bestes Team aufbieten, nur der Einsatz von Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou (Fußstauchung) ist fraglich. Sein Kollege Tedesco muss hingegen die vier Offensivkräfte Mark Uth, Breel Embolo, Franco Di Santo und Cedric Teuchert ersetzen. Die angeschlagenen Guido Burgstaller und Steven Skrybski dürften aber rechtzeitig fit werden.

Veröffentlicht am:
07. 12. 2018
13:38 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2018
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