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Nach Tag ohne Medaille: DLV hofft auf goldenes Happy-End

Die deutschen Diskuswerferinnen gingen bei der WM in Doha leer aus. Nun hofft der deutsche Verband nach dem WM-Titel für Zehnkämpfer Kaul auf ein goldenes Happy-End. Für das Glanzlicht am Freitag sorgt das US-Girl Muhammad mit dem Weltrekord über 400 Meter Hürden.



Nadien Müller
Diskuswerferin Nadine Müller beendet das WM-Finale auf Rang acht.   Foto: Michael Kappeler/dpa » zu den Bildern

Am Ende der 17. Weltmeisterschaften von Doha möchte der Deutsche Leichtathletik-Verband noch ein Medaillen-Happy-End feiern.

Die drei Diskuswerferinnen um Nadine Müller verpassten am Freitag klar die Podestplätze und konnten nichts zur Erfolgsbilanz des DLV beitragen. Vor dem WM-Endspurt am Wochenende stehen Gold von Zehnkampf-Held Niklas Kaul und zweimal Bronze durch Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Hindernisläuferin Gesa Krause zu Buche.

Für die Höhepunkte sorgten derweil die internationalen Stars: Die US-Amerikanerin Dalilah Muhammad lief die 400 Meter Hürden in Weltrekordzeit von 52,16 Sekunden. Damit war sie um vier Hundertstelsekunden schneller als am 28. Juli bei der amerikanischen WM-Ausscheidung in Des Moines.

Grund zum Jubeln hatte im erstmals fast ausverkauften Khalifa-Stadion der WM-Gastgeber: Mutaz Essa Barshim überquerte 2,37 Meter und erlebte ein märchenhaftes Comeback im Hochsprung mit Gold für Katar. Der 28-Jährige konnte sich das Allergrößte in seiner Heimatstadt aber noch nicht erfüllen: den Weltrekord des Kubaners Javier Sotomayor von 2,45 Meter zu übertreffen.

Das deutsche Diskus-Trio ging leer aus. Beste DLV-Athletin war die Hallenserin Nadine Müller als Achte mit 61,55 Metern. «Ich bin zufrieden und kann nun in den Urlaub gehen», sagte Müller, die 2015 in Peking noch WM-Bronze geholt hatte, erstaunlich munter. Den WM-Titel gewann die Kubanerin Yaime Perez mit starken 69,17 Metern.

Bis zum WM-Ende am Sonntag könnten die DLV-Spitzenkräfte aber noch mehrfach zuschlagen. Der WM-Triumph von Zehnkampf-Held Niklas Kaul macht Lust auf mehr Gold. Malaika Mihambo ist als derzeit beste Weitspringerin der Welt die Topfavoritin in der Sandgrube von Doha. Mit geballter Macht will das Speerwurf-Quartett um Titelverteidiger Johannes Vetter die Konkurrenz ausstechen.

Drei Goldmedaillen könnten es am Ende insgesamt noch werden. Zuletzt gab es das bei der WM 2011 in Daegu/Südkorea. Auch für Konstanze Klosterhalfen ist trotz des Wirbels um das Oregon Project, in dem sie trainiert, am Samstag über 5000 Meter ein Medaillenplatz möglich.

Mit Ach und Krach rannte die 4 x 100 Meter-Staffel mit Sprintstar Gina Lückenkemper als Schlussläuferin ins Finale. Im Vorlauf reichte es für das Quartett, das auf die verletzte deutsche Meisterin Tatjana Pinto verzichten musste, nur zu Rang fünf in 42,82 Sekunden. «Wir hatten das Glück auf unserer Seite und wollen im Finale zeigen, was wir wirklich können», sagte Lückenkemper. Die Weltjahresbestzeit beim Berliner ISTAF (41,67) weckte Hoffnungen. Keine Chance hatte die deutsche Männer-Sprintstaffel als Vorlauf-Siebte in 38,24 Sekunden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
22:13 Uhr

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04. 10. 2019
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