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Radstar Sagan trotzig: «Nicht unter Druck» - Viviani jubelt

Superstar Sagan bleibt bei der Tour de France weiter ein Etappensieg verwehrt. Diesmal reichte es zu Platz vier. Den Sieg holte sich der Italiener Viviani. In Gelb rollt dessen Teamkollege Alaphilippe zur Freude der Franzosen weiter durch das Land.



Zielsprint
Peter Sagan (2.v.l) im Endspurt neben Alexander Kristoff (r) - Sagan belegt den vierten Platz.   Foto: Yorick Jansens/BELGA

Peter Sagan stapfte ein wenig missmutig auf das große Podium der Tour de France und setzte bei der Übergabe des Grünen Trikots ein pflichtbewusstes Lächeln auf. Derartige Trostpreise können den Superstar aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Team kaum begeistern.

«Ich werde es weiter versuchen. Ich fühle mich nicht unter Druck. Ich habe bei der Tour schon Etappen gewonnen», sagte der dreimalige Weltmeister, der sich beim Sieg des Italieners Elia Viviani mit dem vierten Platz begnügen musste.

Zweiter, Fünfter und nun Vierter - Sagan entwickelt sich allmählich zur tragischen Figur. Was bleibt, ist momentan die Führung in der Punktewertung mit 23 Sekunden Vorsprung auf Viviani. «Ich bin nicht besorgt. Es war erst die dritte Chance. Wichtig war, nicht gestürzt zu sein», ergänzte Sagan, und Bora-Sportdirektor Enrico Poitschke fügte hinzu: «Das war nicht die Etappe, die ihm liegt. Hier sind schnelle Leute. Das muss schon alles zu 100 Prozent passen.»

Gepasst hat es dagegen bei Viviani. Der Italiener triumphierte nach 213,5 Kilometer von Reims nach Nancy knapp vor dem Norweger Alexander Kristoff und dem Australier «Das bedeutet mir eine Menge. Das war das große Ziel in diesem Jahr. Ich musste nur noch meinen Job erledigen», sagte Viviani, der die italienischen Erfolge in Nancy fortsetzte. Zum sechsten Mal bei 16 Ankünften siegte ein Fahrer aus Italien.

Das Gelbe Trikot trägt indes weiterhin Vivianis Teamkollege Julian Alaphilippe, der von seinen französischen Landsleuten euphorisch gefeiert wurde. «Ich habe die ganze Unterstützung des Publikums gespürt. Das ist ein besonderer Tag», sagte Alaphilippe, der am Dienstag sogar den Sprint für Viviani anzog.

Der Tour-Bergkönig von 2018 hatte am Vortag mit einem famosen Ritt durch die Weinberge den Tagessieg und Gelb geholt. «Ein permanenter Karneval», schrieb das Tour-Organ «L'Equipe» und widmete Alaphilippe mal eben sieben Seiten. «Sogar sein altmodischer Spitzbart muss den Großmüttern am Straßenrand gefallen», hieß es weiter.

Passend zum 100-jährigen Bestehen des Gelben Trikots haben die in den vergangenen Jahren nicht gerade verwöhnten Gastgeber wieder einen Mann an der Spitze. Tony Gallopin hatte 2014 als letzter Franzose das Maillot Jaune getragen.

Alaphilippe liegt 20 bzw. 25 Sekunden vor Wout van Aert und Steven Kruijswijk. Auf Platz sechs und sieben lauern bereits die Topfavoriten Egan Bernal (Kolumbien) und Vorjahressieger Geraint Thomas (Wales). Bis zur ersten Bergetappe am Donnerstag will Alaphilippe das Trikot verteidigen, dann werde es schwer. Denn die ganz großen Pässe sind nicht gerade sein Ding.

Davon gab es am Dienstag keine zu bewältigen. Als größtes Hindernis wartete der Maron-Anstieg, ein Berg der vierten Kategorie 15 Kilometer vor dem Ziel. Die Sprinter ließen sich aber nicht abhängen. So fiel die Entscheidung auf dem Zielstrich in Nancy. Die deutschen Fahrer konnten sich erwartungsgemäß nicht in Szene setzen, auch der langjährige Topsprinter André Greipel spielte als Zwölfter erneut keine Rolle.

Daran dürfte sich auch am Mittwoch nichts ändern. Auf dem 175,5 Kilometer langen Teilstück von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar sind zwei Berge der dritten und zwei der zweiten Kategorie zu überwinden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
09. 07. 2019
18:49 Uhr

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09. 07. 2019
18:49 Uhr



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