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Sport

Schon jetzt: Hochspannung im Kampf um die Meisterschaft

Der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt starten am Sonntag in die Champions League. Beide Vereine wollen zu den vier stärksten Mannschaften Europas gehören. THW-Trainer Filip Jicha sieht aber einen gehörigen Wettbewerbsnachteil für die Deutschen.



THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt
Die Kieler jubeln nach dem Schlusspfiff im Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt über den Sieg.   Foto: Benjamin Nolte

Keine Zeit zum Verschnaufen: Drei Tage nach dem 101. Nordderby zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt müssen beide Topclubs der Handball-Bundesliga den Auftakt in der Champions League bestreiten.

Die Kieler werden den polnischen Meister KS Vive Kielce am Sonntag (19.00 Uhr/Sky) einigermaßen entspannt empfangen können,während Nachbar Flensburg-Handewitt zwei Stunden zuvor (17.00 Uhr/Sky) mit schweren Beinen beim slowenischen Meister RK Celje antritt. Denn die 24:28-Niederlage im Spitzenspiel beim THW rüttelt am Selbstbewusstsein des nationalen Titelverteidigers.

Die Mehrfachbelastung mit Bundesliga, Pokal und Champions League ist für die deutschen Vereine erneut eine Herausforderung. «Natürlich werden die Mannschaften aus Spanien, Mazedonien oder Ungarn, wo die Ligen nicht so eine große Bedeutung haben, gegenüber den Deutschen bevorteilt sein», sagt THW-Trainer Filip Jicha. Der Tscheche sieht die ausländischen Vereine in der Favoritenrolle. «Es gibt drei, vier Mannschaften, die einen unglaublichen Kader haben. Ob nun Paris, Barca, Veszprem, Kielce - das sind Mannschaften, die unglaubliche Erfahrungen haben und für die bei der Spielplangestaltung alles getan wird, damit sie erfolgreich sind.»

Trotz aller Belastung betont THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi: «Wir sind froh, wieder in der Champions League zu sein.» Nachdem sein Verein in der vergangenen Saison lediglich am EHF-Cup teilnahm und diesen gewann, dürfen sich die Kieler diesmal wieder im Kreis der europäischen Vereinselite tummeln. Das verspricht natürlich höhere Einnahmen. «Der EHF-Cup wirft finanziell längst nicht so viel ab wie die Champions League», sagt Szilagyi und nennt die Zielsetzung: «Der erste Schritt ist eine gute Gruppenphase, das nächste Ziel dann das Final Four. Sollten wir das schaffen, schauen wir weiter.»

Auch die Flensburger, die vergangene Saison im Viertelfinale gescheitert waren, möchten das Vierer-Turnier in Köln erreichen. «Das Final Four ist ein schönes Ziel», sagt Manager Dierk Schmäschke. In den vergangenen drei Jahren war kein deutsches Team beim Endrundenturnier vertreten.

Während Kiel Titelverteidiger RK Vardar Skopje in Gruppe B als Gegner hat, trifft Flensburg in Gruppe A auf die finanzstarken Vereine FC Barcelona und Paris Saint-Germain. «Von der Reisebelastung her haben wir die bessere Gruppe erwischt als Kiel. Aber natürlich sind unsere Gegner alles Top-Vereine», sagt der Flensburger Kreisläufer Johannes Golla.

Für Kiel ist das Heimspiel gegen Kielce mit einem Wiedersehen verbunden. Andreas Wolff, der den THW im Sommer Richtung Polen verließ, hütet das Tor des Gegners. Doch der deutsche Nationaltorhüter ist längst nicht der einzige Top-Akteur dieser Mannschaft. «Kielce hat viele sehr gute Spieler, die mehrmals beim Final Four dabei waren und daher wissen, wie man dorthin kommt», sagt THW-Torwart Niklas Landin. Und worauf muss sich Flensburg einstellen? «Uns erwartet eine frische, wilde Mannschaft, die immer wieder viele Talente hervorbringt», antwortet Schmäschke.

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
11:58 Uhr

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13. 09. 2019
11:58 Uhr



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