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Sieg muss her: Eintracht setzt auf Portugal-Power

Nach dem Fehlstart gegen den FC Arsenal will Eintracht Frankfurt in der Europa League die ersten Punkte einfahren. Die Portugal-Erfahrung des neuen Sturm-Trios soll sich für die von Personalsorgen geplagten Hessen in Guimarães auszahlen.



Adi Hütter
Frankfurts Trainer Adi Hütter will «die Niederlage gegen Arsenal vergessen machen».   Foto: Uwe Anspach/dpa

Eintracht Frankfurts Gonçalo Paciência fühlte sich auf dem Podium des schlichten Presseraums im Estádio Dom Afonso Henriques sichtlich wohl.

In seiner Heimatsprache parlierte der Portugiese vor dem Europa-League-Spiel mit Eintracht Frankfurt bei Vitoria Guimarães über die besondere Bedeutung der Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/Nitro und DAZN) für ihn und seinen Landsmann André Silva. «Wir haben sehr viele Tickets für unsere Familien und Freunde besorgen müssen», berichtete Paciência.

Der Trip in die Heimat lässt beide ein wenig sentimental werden. «Das ist ein ganz besonderes Spiel. Es werden einige Familienmitglieder im Stadion sein, auf die ich mich sehr freue, weil ich sie aufgrund der großen Entfernung nicht häufig sehe», sagte der vom AC Mailand ausgeliehene Silva. «Ich bin ein Familienmensch und entsprechend froh, sie am Donnerstag um mich zu haben.»

Froh ist auch Eintracht-Trainer Adi Hütter, die beiden portugiesischen Stürmer in seinem Kader zu haben. «Beide sind intelligente Spieler, die Tore machen können. Ich bin glücklich, solche Spieler in vorderster Front zu haben», sagte Hütter am Mittwoch.

Das Sturmduo hat seine Kindheit unweit von Guimarães, der Wiege Portugals, verbracht. Paciência im 55 Kilometer entfernten Porto, Silva im kleinen Ort Baguim do Monte, der noch etwas näher am Spielort liegt. Kein Wunder, dass die beiden Eintracht-Stürmer schon vor ihrer Zeit als Fußball-Legionäre im selben Verein kickten - beim FC Porto. «Wir haben im Nachwuchs und im B-Team zusammen gespielt. Witzig, dass sich unsere Wege in Frankfurt wieder gekreuzt haben», sagte Paciência und betonte: «Wir sind sehr gut befreundet.»

Mit Portugal-Power im Angriff will die Eintracht im Land des Europameisters nun die ersten drei Punkte in der Gruppe F holen und die 0:3-Auftaktpleite gegen den FC Arsenal ausbügeln. Denn auch der dritte Stürmer, Bas Dost, kennt den Gegner aus seiner Zeit bei Sporting Lissabon bestens. «Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand und sind gefordert», sagte Hütter zur Ausgangslage. «Wir wollen hier gewinnen, dafür brauchen wir aber ein sehr gutes Spiel.»

Von der Papierform her scheint der Tabellenvierte der portugiesischen Liga der leichteste Gruppengegner. Doch Vorsicht ist geboten. «Vitoria ist ein Verein mit Geschichte», sagte Paciência. «Das wird ein super Spiel gegen ein gutes Team bei toller Atmosphäre.»

Auch Sportvorstand Fredi Bobic warnte vor einer Unterschätzung des Rivalen: «Sicher sind sie in der Gruppe der etwas unbekanntere Gegner und daher schwer einzuschätzen. Aber Guimarães ist eine sehr spielstarke und technisch gute Mannschaft.»

Egal, wen Hütter aus dem Trio Silva, Dost, Paciência am Donnerstagabend zunächst auf den Rasen schickt - die Eintracht wird gut beraten sein, ihr Heil in der Flucht nach vorne zu suchen. Denn in der Defensive ist der personelle Notstand ausgebrochen.

Nationaltorwart Kevin Trapp, der am Donnerstag an der Schulter operiert wird, Abwehrchef Makoto Hasebe (Gehirnerschütterung), Kapitän David Abraham (Rückenprobleme) und Mittelfeldabräumer Dominik Kohr (gesperrt) fehlen definitiv. Umso wichtiger wäre es, wenn wenigstens Sebastian Rode trotz eines gebrochenen Daumens mitwirken könnte. «Er hat eine Spezialschiene bekommen, mit der er schmerzfrei trainiert hat», berichtete Hütter. Ob Rode in der Startelf stehen wird, ließ der Österreicher aber offen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Vitoria Guimarães: Miguel Silva - Sacko, Tapsoba, Pedro Henrique, Hanin - Agu, Evangelista, Poha - Davidson, Bruno Duarte, André Pereira

Eintracht Frankfurt: Rönnow - Touré, Hinteregger, Ndicka - Rode, Fernandes - da Costa, Kostic - Kamada - André Silva, Paciência

Schiedsrichter: Radu Petrescu (Rumänien)

Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
20:04 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
20:04 Uhr



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