Internationaler Druck
Die gesamte Problematik griff der Bayerische Finanzminister Albert Füracker auf und dankte der Wirtschaft zunächst für Engagement, Investitionen und Arbeitsplätze und bezeichnete inhabergeführte Familienbetriebe generell aber vor allem in der aktuellen Situation als „besonders wichtig für die wirtschaftliche Stabilität“. Er bestätigte die Einschätzung von Präsident Herdan, wonach die Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften in Deutschland mit 29,9 % im internationalen Vergleich an der Spitze steht, der Durchschnitt in OECD-Staaten liegt bei 23,5 %, das Mittel in den EU-Staaten ist mit rund 22 % sogar noch etwas geringer. Den internationalen Druck auf die Steuersätze haben 2018 die USA mit einer großen Unternehmenssteuerreform eingeleitet und so bestätigte Staatsminister Füracker Handlungsbedarf an dieser Stelle und verwies darauf, dass etliche Initiativen zugunsten verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bereits konzipiert sind, jedoch vom Koalitionspartner auf Bundesebene bisher noch abgelehnt werden. Man bleibe aber im Thema!