Kunst-Gottesdienst Leuchtende Kunst in der Kirche

Das Gemälde „Judith und Holofernes“ zählt zu den Werken, die Gerhard Mayer in der Morizkirche zeigt. Foto: /Annette Kradisch

Beim Kunst-Gottesdienst in St. Moriz werden am Sonntag Bilder von Gerhard Mayer vorgestellt. Damit beginnt eine bayernweite Aktion der evangelischen Kirche zur Unterstützung freier Künstler.

Coburg - Sie erzählen von Hoffnung, von Leben, von Licht, die Bilder des Nürnberger Künstlers Gerhard Mayer, die in der Coburger St. Moriz-Kirche zur Besinnung einladen. Dem Gottesdienst am Sonntag, 31. Januar, um 10 Uhr, werden sie einen besonderen Akzent verleihen und auch in den folgende Tagen in der stets bis 17 Uhr geöffneten Kirche dazu einladen, „diesem Licht auf die Spur zu kommen – in Stille und Betrachtung“, so Pfarrer Christian Rosenzweig.

Mit dem Kunst-Gottesdienst beteiligt sich die Gemeinde an einer Initiative des landeskirchlichen Kunstreferats, mit der freie Künstler/innen unterstützt werden sollen. Offiziell startet sie am Lichtmess-Tag (2. Februar), dem 40. Tag nach Heiligabend, der traditionell das Ende der Weihnachtszeit markiert. In 17 evangelischen Gemeinden der sechs bayerischen Kirchenkreise sind Kunst-Gottesdienste geplant, einige davon ökumenisch. Die beteiligten Bildhauerinnen, Maler und Multimediakünstler erhalten dafür eine Vergütung als Zeichen der Solidarität und der Wertschätzung. Ausgewählt wurden Werke, die das christliche Thema „Hoffnung.Leben.Licht“ aufgreifen.

Christian und Johanna Rosenzweig, die Kunstbeauftragten des Kirchenkreises Bayreuth, knüpfen daran die Erwartung, „ein Stück Weihnachtsfreude mit hinüberzuretten in den Alltag. Das wird uns helfen, ein Stück besser durch die nächste Zeit zu kommen, die mit Abstand und Distanz noch einmal ein gutes Stück herausfordernd wird.“

Der 1962 in Mittenwald geborene Gerhard Mayer studierte freie Grafik und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 2011 erhielt er für sein Kunstwerk „Gott-Partikel“ in der Markgrafenkirche in Seibelsdorf den Kunstpreis der Evanglisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Seine Werke hat er aber auch schon in einem Abgeordnetenhaus in Berlin oder auf dem Dach eines Gefängnisses angefertigt. Eine weitere Spezialität von ihm: Er setzt „gewöhnliche“ Puzzles zu neuen Kunstwerken zusammen. Zu den Auszeichnungen des Wahl-Franken zählen der Debütantenpreis des Freistaates Bayern, das Frankreichstipendium des Bezirks Mittelfranken und Förderpreise des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Stadt Nürnberg.

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