Jürgen Eller, Grundstücksbesitzer und in Salmsdorf an dem PV-Projekt beteiligt, meinte: „Der Bürger hat entschieden, was er will; auf welcher Grundlage er dies getan hat, ist eine andere Sache.“ Er habe dieses Ergebnis nicht erhofft, aber fast erwartet. Natürlich habe es dabei auch Emotionen gegeben, aber der Bürger habe mit dem Wissen entschieden, das er hatte. „Mit dieser Entscheidung wird die Gemeinde Rentweinsdorf aber auch Einkommen verlieren, das ihr aus diesen Flächen und der Energieerzeugung zugeflossen wäre. Dafür bleiben die Felder schöner für die, die es wollen.“ Dennoch liege es weiterhin am Gemeinderat, über die Zukunft der Gemeinde zu entscheiden.
Gemeinderat Ludwig Bock (FW-ÜWG) hatte den Ausgang des Bürgerentscheides knapper erwartet, wie er sagte. Er könne auch nicht sagen, warum es so eindeutig ausgegangen sei. „Für mich steht aber fest, dass die ländliche Bevölkerung halt doch nicht für grenzenlose Photovoltaikanlagen ist.“ Auf der anderen Seite gab er zu denken, dass die Gemeinde Rentweinsdorf mit der Festsetzung ihrer Höchstgrenze auf 60 Hektar und einem Anteil von 5,7 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche jetzt schon deutlich über dem Durchschnitt der anderen Gemeinden im Landkreis liege, die meist zwischen zwei bis drei Prozent für Freiflächenanlagen vorsehen wollen.