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Coburg

Von der Wildnis zur Blühwiese

Vor dem Coburger Amt für Landwirtschaft blüht es jetzt besonders üppig. Davon profitieren vor allem Insekten und Vögel.



Spitzblatt-Malve, Natternkopf, Kartäusernelke und viel mehr: Vor dem Amt für Landwirtschaft in Coburg blüht es jetzt besonders üppig.	Foto: Martin Fleischmann
Spitzblatt-Malve, Natternkopf, Kartäusernelke und viel mehr: Vor dem Amt für Landwirtschaft in Coburg blüht es jetzt besonders üppig. Foto: Martin Fleischmann  

Coburg - Noch im Frühjahr herrschte Wildnis vor dem Amt für Landwirtschaft in Coburg. Zumindest auf einem begrenzten Areal, wo vertrocknete Blumenstängel, dürre Kräuter und braune Gräser die ordnende Hand eines Gärtners vermissen ließen (NP vom 2. April). Mittlerweile hat sich das wilde Pflanzendickicht wieder in eine Blühwiese verwandelt - und was für eine. Spitzblatt-Malve, Natternkopf, Kartäusernelke und viele andere Pflanzen leuchten in bunten Farben um die Wette. Nur ein paar dürre Sonnenblumenstängel verraten noch den Ursprung.

Wildlebensraumberater

Der Wildlebensraumberater am Amt für Landwirtschaft ist Ansprechpartner für Landwirte und Jäger. Ziel ist es, Lebensräume für Wildtiere in der Agrarlandschaft zu verbessern und zusammen mit den Beteiligten praktikable Lösungen zu finden. Dabei sollen Mensch und Natur verbunden werden.


Blühfläche - Wildnis - Blühfläche: Fünf Jahre lang gibt es diesen Wechsel, erläutert Karl Gommel, Wildlebensberater am Amt für Landwirtschaft. Diese Struktur hilft Vögeln und Insekten, dort finden sie Nahrung und Quartier. Die Blühwiese vor dem Coburger Amt hat im letzten Frühjahr eine Landwirtschaftsklasse angelegt. Momentan entsteht noch ein Insektenhotel aus Holz und Lehm, und ein Berg Steine soll Eidechsen ein neues Zuhause bieten.

Was Gommel besonders freut: Auch in der Kulturlanschaft des Coburger Landes blüht es jetzt an vielen Stellen, zahlreiche Landwirte säten ebenfalls Blühwiesen an. Davon profitierten auch viele Wildtiere. Und auch in Gärten gehen Blühmischungen auf. Eigentlich kann man alle Pflanzen stehen lassen bis zum Herbst. Man kann aber auch einen Teil der Blühwiese mähen, laut Gommel entstehen so unterschiedliche Strukturen, sie unterschiedliche Insekten ansprechen. Die Fläche verändere sich aber auch ohne Eingriff von Jahr zu Jahr, denn.manche Pflanzen blühen einjährig, manche zweijährig.

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Martin Fleischmann

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Veröffentlicht am:
29. 06. 2020
15:54 Uhr

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29. 06. 2020
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